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Meine Liebe zu Ceviche.

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Meine Liebe zur Ceviche begann im letzten Spätsommer. Auf Mallorca.

An einem bedeckten Tag, an dem die Temperatur zu kalt war, um zu Baden, aber perfekt, um die Insel zu erkunden. (Um ehrlich zu sein, bin ich ohnehin nicht gerne den ganzen Tag nur am Strand…).

In Port de Soller landete ich auf meiner Tour nachmittags in einer kleinen Hafenbar. So einer ohne laminierte Sandwichfotos vor der Tür. Dafür aber mit guter Musik, geschmackvollen Holzstühlen und Ceviche auf der Karte. Das Fischgericht dort war frisch, leicht und der perfekte Snack für diesen Moment.

Für alle, die gar nicht so richtig wissen, wovon ich eigentlich rede:

Ceviche ist ein Gericht aus Südamerika. Bei der Zubereitung wird roher Fisch mit Limettensaft gemischt. Durch die Säure kommt es zu einer Denaturierung des Eiweißes – etwa wie beim Kochen. Der Fisch wird durch die Zitrusfrucht quasi gegart, ohne erhitzt zu werden. Man muss also keine Scheu haben, vermeintlich rohen Fisch zu essen.

Fast ein Jahr lang hat es dann gedauert, bis ich dann endlich wieder Ceviche gegessen habe. Und zwar auf dem Hoffest von Klaus Wowereit.

Dort hat mir TV-Koch Chakall seine Ceviche mit gerösteten Maiskörnern gereicht.  Sie war säuerlich, fruchtig und durch den Mais aufregend knusprig. Ein kleines Fisch-Feuerwerk im Mund. Ich hatte sofort Lust, es zu Hause auszuprobieren.

Ceviche im Servierring

 

Hier nun meine Interpretation der Ceviche mit Bananenchips und Mango

Zutaten für vier Personen:

  • 400 g sehr frischer weißer Fisch, z.B. Barsch oder Kabeljau
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 rote, nicht so scharfe Chilischote
  • 3 Limetten
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • frisch gemahlen
  • 1/2 reife Mango
  • 1 reife Avocado
  • 1 Handvoll Koriander
  • 80 g Bananenchips
  • 1 Servierring, optional

Zubereitung: Den Fisch in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Nun die Zwiebeln schälen, fein Würfeln und zum Fisch geben. Die Chilischote entkernen, ebenfalls fein würfeln und mit in die Schüssel geben.

Nun den Limettensaft auspressen und zusammen mit Olivenöl, Salz und Pfeffer unter den Fisch mischen, dann für etwa 10 Minuten beiseite stellen. In der Zwischenzeit die Mango und die Avocado würfeln und den Koriander sowie die Bananenchips grob hacken.

Ceviche Zubereitung

Zum Servieren zu erst den Fisch, dann die Avocado und zum Schluss die Mango in einem Ring übereinander schichten. Anschließend noch Koriander und Bananenchips darauf schichten. Wer mag, kann nochmals etwas Olivenöl über die Ceviche träufeln.

Und wer keinen Servierring hat: Durcheinander sieht es auch hübsch aus!

Ceviche

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Koriander-Garnelen am Fluss

Koriander-Garnelen am Fluss

Da bin ich zurück von der See und mag gar nicht mehr drinnen kochen.

Ich habe mich so an die Sonne in meinem Gesicht und den Blick aufs Wasser beim Braten gewöhnt… Also habe ich kurzerhand meinen Gaskocher samt Garnelen eingepackt und bin mit dem Rad an den Fluss gefahren.

Zwar gab es dort keine Seeluft, dafür aber putzige Enten, die mir beim Kochen zugesehen haben.

Enten

Ach so und dank Kühltasche gab es gestern dann auch einen eisgekühlten Wein dazu – eine Scheurebe aus dem Hause Anselmann von 2012. Ich finde, man muss sich nicht schämen, wenn man auch einmal einen lieblichen Wein hernimmt. Die fruchtige Süße  passte jedenfalls wunderbar zu den asiatischen Aromen meines Garnelen-Gerichts.

Auf vielfachen Wunsch gibt es hier das Rezept dazu!

Koriander-Garnelen

Zutaten für vier Personen als Vorspeise oder zwei Hungrige als Hauptgericht…

  • 800 g Riesengarnelen mit Schale ohne Kopf ( Ich mag das Schälen, außerdem gibt die Schale zusätzlich Geschmack ab)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll frischer Koriander
  • 6 bis 8 EL Olivenöl, plus etwas mehr
  • 1 bis 2 TL Sambal Olek
  • 2 bis 3 EL Sojasauce
  • 1/2 Limette
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • frisches Baguette

Die Riesengarnelen wenn nötig entdarmen.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Koriander ebenfalls fein hacken. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Riesengarnelen hineingeben. Von einer Seite ca. 2 Minuten lang scharf anbraten, dann schwenken und den Knoblauch dazu geben. Die Garnelen noch zwei bis drei weitere Minuten anbraten, dabei die Hitze nicht reduzieren. Dann mit dem Saft einer halben Limette, Sojasauce und Sambal Olek würzen. Anschließend vom Herd nehmen, nochmals etwas Olivenöl darauf träufeln und mit reichlich Koriander sowie etwas Salz und Pfeffer bestreuen. Am besten sofort mit frischem Brot servieren.

Koriander Garnelen

Vom wilden Campen und Muscheln sammeln in Belgien.

Miesmuscheln waschen

Sandige Füße, Muscheln sammeln und wildes Kampieren am Strand: Oh, wie schön ist Belgien.

Zu nächst einmal möchte ich Jill und Timo danken, denn ohne ihre Hochzeit wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, meinen Sommerurlaub in Belgien zu verbringen. Wie dumm von mir! Denn was mit einer phänomenalen Party, hübschen Kleidern und eisgekühltem Cava in Antwerpen begann, endete mit fünf wunderschönen Tagen und Nächten am Strand der belgischen Küste…

Habt Ihr das Zelt schon einmal mitten in den Dünen aufgeschlagen? Genau dort, wo man von niemandem gesehen wird, man aber morgens als erstes das Meer sehen kann?!

Zelt in den Dünen

An der belgischen Küste gibt es sie tatsächlich noch: die menschenleeren Strände mit uneinsehbaren Sanddünen. Wenn man sucht, hier und dort etwas klettert und kraxelt, findet man ihn ganz bestimmt – den perfekten Schlafplatz mit Meerblick und pinkfarbenem Sonnenuntergang.

Zufällig ist das Zelt dann in den ersten Tagen auch noch in einem riesigen Beet von wildem Rucola gelandet. Zufällig passt der dann auch noch perfekt zu selbst gesammelten Miesmuscheln. Noch vor dem Frühstück habe ich beim Strandspaziergang die angeschwemmten, noch geschlossenen Schalentiere aufgelesen. Meine Oma hatte mir schon als Kind beigebracht, den Dreck und angewachsene Seepocken mit einer Austernschale abzuschaben. Dann muss man die Muscheln nur noch gut waschen – erst im Meer und dann unter frischem Wasser.

Miesmuscheln

Miesmuscheln waschen

Zubereitet habe ich sie dann auf dem Gaskocher. Der darf schließlich überall mit hin. Auch mit nach Belgien. Etwas Olivenöl, Knoblauch, Kirschtomaten und eben wilden Rucola, der so schön scharf und würzig ist. Mehr braucht es nicht für ein strandiges Muschelgericht. In den Lokalen an der Promenade kostet eine Portion übrigens zwischen 19 und 25 Euro… Zum Abendbrot bin ich dann lieber gleich noch einmal auf die Suche gegangen.

Miesmuscheln mit Tomaten

An den anderen Tagen gab es in meiner Strandküche Dorade oder Seezunge, viel gebratenes Gemüse, mal ein Rührei und tagsüber frische Kirschen. Essen in einem Restaurant war ich nicht, dafür bin ich stundenlang barfuß im Sonnenuntergang gewandert, habe Schlafplätze gesucht und das Zelt von Tag zu Tag routinierter aufgebaut.

Nach diesen Tagen bin ich mir sicher: Zum glücklich sein braucht man nicht viel. Vor allem keine sauberen Füße.

Kochen am Strand

Rührei mit wilden Rucola

Dinner am Strand

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Draußen kochen: Steaks vom Grill mit „danach“-Marinade

Steak_danach_Marinade

Ich sag’s ja immer: Kochen kann man überall. Zum Beispiel auch an der Wasserskianlage am Bernsteinsee bei Berlin. Dort habe ich mich zwar (noch) nicht aufs Wasser – aber dafür an den Grill getraut.

Zwischen Boards und Surferboys habe ich die „danach“-Marinade erfunden. Eine Kräuterpaste die eben nicht vor sondern nach dem Grillen auf das Fleisch kommt.

Viele von Euch kennen das bestimmt: Die Soße in der das Grillfleisch eingelegt ist, riecht häufig verführerisch… Man muss sich zusammen reißen, nicht einmal kurz das Brot oder den Finger hineinzustecken. Meine Mutter hat mir aber schon früh beigebracht, dass man das vor allem bei gekauften Fleisch lieber sein lassen sollte.

Wenn das Fleisch dann gegrillt ist, ist die Marinade entweder in die Kohle getropft oder verbrannt. Also warum das Fleisch nicht einmal nach dem Grillen marinieren? So bleibt die Kräuterschicht wunderbar frisch und das Brot darf man dann hinein ditschen, so oft man will.

Dazu gab es für die Sportler an der Sport-Anlage einen bunten und gesunden Nudelsalat. So einen frischen mit Essig und Öl und keinen pampigen mit Majo und Dosenerbsen wie man ihn von der Tennisverein-Jubiliäumsfeier kennt. 🙂

Hier geht es zum Rezept und zum passenden Video:

Beef-Steak mit „danach“- Marinade

Zutaten für vier Personen:

  • 4 Steaks a ca. 150 g (z.B. Rump- oder Hüftsteaks)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 60 g Manchego-Käse
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Estragon
  • 50 g Pinienkerne, geröstet
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
Die Steaks dünn mit Olivenöl bestreichen, anschließend salzen und pfeffern und bis zum Grillen beiseite stellen.
Für die Marinade den Manchego fein hacken. Dann den Estragon und die Pinienkerne ebenfalls fein hacken und mit zum Käse geben. Nun noch den Knoblauch auf einem Brett fein zerreiben und ebenfalls untermischen. Die Kräuter-Mischung mit 5 bis 6 Esslöffeln Olivenöl und etwas Zitronensaft vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Steak-Marinade
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Nun den Grill sehr heiß werden lassen und die Steaks je nach dicke 4 bis 6 Minuten pro Seite grillen. Anschließend auf einen Teller geben und am besten noch fünf Minuten lang in Alufolie gewickelt ruhen lassen. DANACH die Marinade auf die Steaks geben und servieren. 😉
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Steak mit Marinade#

Lauwarmer Nudelsalat mit Grillgemüse

Zutaten für vier Personen:

  • 300 g Farfalle
  • Salz
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 3 Zweige Rosmarin
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer
  • 150 g Cherrytomaten
  • 165 g Artischockenherzen
  • 100 g schwarze Oliven ohne Kern
  • 1/2 Topf Basilikum
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Honig
  • 4 EL heller Balsamico
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 50 g Pinienkerne, geröstet

Nudelsalat

300 g Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser „al dente“ garen.

Die Aubergine und die Zucchini in Scheiben schneiden. Die Paprika entkernen und in große Stücke schneiden.

Gemüse mit 3 EL Olivenöl, Rosmarin, Salz, Pfeffer und einer angedrückten Knoblauchzehe in einer Schüssel vermengen. Das Gemüse anschließend auf dem Grill goldbraun rösten. Danach in grobe Würfel schneiden.

Nun die Tomaten halbieren, die Artischockenherzen in Stücke und die Oliven in Scheiben schneiden. Das Basilikum grob hacken.

Für das Dressing den Senf und den Honig mit Essig, 6 EL Öl und 4 EL Wasser in einer großen Schüssel verrühren und mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Alle Zutaten zusammen mit den Pinienkernen und den Nudeln in die Dressing-Schüssel geben und vermischen. Eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Berlin kocht: Wasserskianlage Velten