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Apfelkuchen mit mmmmhhh… Karamellsoße.

Apfelkuchen

 Was macht für Euch einen perfekten Apfelkuchen aus? Ich mag es, wenn er oben knusprig und innen wunderbar saftig ist.

Zudem stehe ich darauf, wenn die Füllung angenehm würzig, sehr fruchtig und nicht zu süß ist. Richtig himmlisch wird es, wenn man das perfekte Stück Kuchen noch lauwarm mit Sahne und sündiger Karamellsoße begießt. Dann wird aus einem simplen Kuchen ganz schnell ein aufregendes Dessert…

Apfelkuchen mit Streuseln

Karamellsoße
In der aktuellen Berlin kocht Sendung war ich in der Berliner Bäckerinnung. Dort wo die Konditoren von morgen ihr Handwerk erlernen.

In der großen Backstube habe ich dann genau so einen Apfelkuchen gebacken, wie ich ihn gern hab. Dazu gab es eine aromatische Karamellsoße, die im übrigen auch zu Eis, aufs Brot oder pur ganz wunderbar schmeckt.

Wie man Kuchen und Soße herstellt und was ein Berliner Starbäcker ist, seht ihr im Video.

Ansonsten gibt es das ausführliche Rezept natürlich auch unten zum Nachbacken.

PS: Nicht nur Omas können Apfelkuchen backen…!

Zutaten für 1 Backblech

  • 160 ml Vollmilch
  • 225 g Butter
  • 140 g Zucker + 1 TL
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 500 g Mehl
  • Salz
  • 2 Eier
  • 15 Datteln, entsteint
  • 1/2 Zitrone
  • 6 Äpfel (Boskop)
  • 50 g Mandelstifte
  • 1 TL Zimt + 1 Prise
  • 2 – 4 cl Rum
  • 50 g Mandelmehl
  • 1 Vanilleschote
  • 200 ml Sahne

Die Milch in ein Topf erwärmen. Die Hefe dazu geben dazu geben und darin auflösen. 400 g Mehl mit 1 Prise Salz, 2 Eiern, 125 g Butter, 60 g Zucker und der Hefemilch zu einem geschmeidigen Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen, in Spalten und anschließend in Scheibchen schneiden. Dann mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Datteln in Würfel schneiden und zusammen mit den Mandelstiften zu den Äpfeln geben. Die Obstmischung mit 1 TL Zimt, Rum und dem Mark der halben Vanilleschote würzen und Beiseite stellen.
Nun den Hefeteig ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Weitere 10 Minuten abgedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 180 Grad Ober/-Unterhitze vorheizen.  (Umluft: 160° C)
Für die Streusel 100 g Butter leicht erwärmen und mit 80 g Zucker, 100 g Mehl, 50 g Mandelmehl, 1 Prise Salz und 1 großen Prise Zimt gut verkneten.
Die Äpfel auf dem Teig verteilen und mit den Streuseln bestreuen. Kuchen im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen und leicht auskühlen lassen.
200 ml Sahne mit dem restlichen Vanillemark und 1 TL Zucker steif schlagen.

Die Karamellsoße:

  • 230 g Zucker
  • 4 EL Wasser
  • 150 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • 1 große Prise Salz
Den Zucker mit 4 EL Wasser in einem hohen Topf karamellisieren lassen. Wenn der Zucker goldbraun ist, den Topf vom Herd nehmen und die Sahne dazu schütten (vorsicht, es könnte spritzen).  Dann flöckchenweise die Butter einrühren. Die Karamellsauce ca. 8 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Anschließend mit 1 großen Prise Salz würzen und zum Auskühlen beiseitestellen.

 

Karamellsoße

Den streuseligen Apfelkuchen am besten noch lauwarm mit Sahne und gaaaaanz viel Karamellsoße servieren.

Apfelkuchen mit Karamellsoße

Endlich genug Waldpilze!

Marone

Ich war in diesem Herbst oft in den Pilzen. So wie jedes Jahr. Doch in diesem Oktober bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Redewendung überhaupt benutzen darf, so rar war meine Ausbeute bisher. Ich frage mich, ob es tatsächlich nur sehr wenige Pilze gab oder ob sie sich einfach nur gut genug vor mir versteckt haben…

Marone im Versteck

Einsame-Marone

Aber heute habe ich das erste Mal genug Pilze gefunden, um sie Euch zu zeigen. Leider sind die gefundenen auch keine wirklichen Prachtexemplare. Die meisten meiner Maronen sind von den vielen, vielen Schnecken in diesem Jahr ziemlich zerfressen. Aber hey, ich bin trotzdem stolz auf meine Röhrlinge.

Jede-Menge-Maronen

Apropos Röhrlinge. Wenn ich in den Wald gehe, nehme ich nur Pilze mit Schwämmen mit nach Hause. An Lamellen-Pilze traue ich mich noch nicht heran. Da kenne ich mich nicht genug aus. Röhrlinge hingegen sind weitestgehend ungefährlich.

Perfekter-Schwamm

Doch ungefährlich heißt nicht gleich genießbar…

Diesmal war zwischen all den wohlschmeckenden Waldpilzen auch zum ersten mal ein Gallenröhrling. Wie im Pilzbuch beschrieben, habe ich zur einwandfreien Identifizierung am Stiel geleckt und ich sage Euch, das wollt ihr nicht schmecken. Unfassbar bitter! Nur ein einziger Pilz dieser Art würde die gesamte Pfanne ruinieren, das ist sicher. Also musste ich ihn leider entsorgen.

Der Rest war allerdings sehr schmackhaft.

Ich habe meine Pilze mit niedergegartem Lamm, Blumenkohlpüree, gebratenen Birnenwürfeln, frittiertem Knoblauch und Dill serviert. Das Ganze habe ich dann ausnahmsweise mal ganz schick angerichtet. Als sortiertes Durcheinander quasi.

Gleiches Gericht macht aber viel mehr her. Einfach mal ausprobieren 🙂 (Satt wird man von dieser Portionsgröße allerdings nicht. Da muss man nachnehmen…)

 

Lamm - Waldpilze, Blumenkohlpüree, Birne, Dill

Lamm – Waldpilze, Blumenkohlpüree, Birne, Dill

 

Das erste begehbare Kochbuch der Welt.

Das erste begehbare Kochbuch der Welt

Wolltet Ihr nicht auch schon immer einmal wissen, wie die Gerichte aus einem Kochbuch schmecken?

Ich eröffne deshalb in Berlin DAS ERSTE BEGEHBARE KOCHBUCH DER WELT.

Vom 12. November wird das “fabelhaft” vier Wochen lang von Mittwoch bis Samstag geöffnet sein. Es gibt dann jeden Abend ein Menü aus dem Kochbuch sowie eine vegetarische Alternative – natürlich auch aus meinem Buch. Dazu serviere ich leckere Weine, präsentiere Euch Making-Of-Bilder vom Kochbuch-Shooting und signiere Euch mein Buch.

In dem gemütlichen Galerie in der Friedelsstraße 29 (Neukölln) haben wir Platz für ca. 25 Gäste geschaffen, es gibt eine offene Küche, sodass jeder mir und meinem Team beim Kochen zuschauen kann.

Ihr könnt jetzt schon einen  Tisch reservieren unter fabelhaft@begehbareskochbuch.de

Mehr Infos, die Öffnungszeiten und das Menü auf der Restaurant-Seite.

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Wo gibt es den perfekten Burger?

Burger mit Blauschimmelkäse

Ich schätze, in jedem Freundeskreis wird mindestens einmal im Monat darüber diskutiert, wo es nun die besten Burger der Stadt gibt.

In Berlin kämpfen aktuell The Bird und Berlin Burger International um den Ruf, den leckersten Burger der Stadt zu servieren.

Für alle, die noch nicht da waren: The Bird liefert riesige Portionen mit ganz viel Fleisch und ganz wenig Brötchen. BBI setzt auf interessante Beläge wie etwa Süßkartoffelchips und Avocado, dazwischen kommen viele bunte Salatblätter. Rotzige Bedienungen gibt in bei beiden Burgerläden gratis dazu.

Mir schmeckt es in beiden Locations gut. Aber am leckersten ist der Burger zu Hause.

Denn in meiner Küche kann ich ganz allein entscheiden, wie das Fleisch (nämlich zartrosa) und das Brötchen (saftig und etwas knusprig) sein sollen. Und ich kann drauf machen was und wie viel ich will.

Zum Beispiel  Blauschimmelkäse, gebratenen Speck und geschmorte Zwiebeln. Dazu gibt es bei mir immer selbstgebackene Brötchen und ne selbst gemachte Sauce.

Nur wie man einen saftigen Burger elegant verspeist, das habe ich noch nicht gelernt….

Blue Cheese Burger mit selbstgebackenem Brötchen

Selbstgemachter Burger

Zutaten für 4 Burger

Für die Brötchen:

  • 175 g Mehl
  • 10 g frische Hefe
  • 40 ml lauwarme Vollmilch
  • 1 TL Zucker
  • 20 g Butter
  • 1 Ei
  • Salz
  • 1 Eiweiß

Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde hineindrücken. Hefe zerbröckeln und lauwarme Milch und Zucker dazugeben. Mit einer Gabel zu einem Vorteig verrühren und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 10 Minuten gehen lassen. Butter schmelzen. Vorteig mit restlichem Mehl, Butter, Ei und Salz zu einem Teig verkneten und abgedeckt weitere ca. 15 Minuten gehen lassen. Teig zu 4 runden Fladen ausrollen. Brötchen auf ein Backblech geben, mit etwas Wasser bestreichen und kurz ruhen lassen.

Ofen auf 180° C vorheizen. Brötchen mit 1 Eiweiß bestreichen und im Ofen ca. 15 Minuten backen. Brötchen in eine Auflaufform geben mit Frischhaltefolie ab- decken und auskühlen lassen. Das macht sie so schon saftig.

Selbstgemachte Burger-Soße

Für die Burgersauce:
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  • 1 kleine Zwiebel
  • 5 Cornichons
  • 1/2 Bund Koriander
  • 4 EL Mayo oder Creme Fraiche
  • 1/2 Limette
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Die Zwiebel und die Mini-Gurken fein würfeln, den Koriander hacken und alles mit der Mayo, dem Saft und dem Abrieb einer halben Limette sowie Salz und Pfeffer vermengen
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Für den Belag:
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  • 600 g recht mageres Rinderhack, am besten frisch durchgedreht
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Honig
  • 4 bis 8 Scheiben Bacon
  • 200 g Stilton oder Gorgonzola
  • 1 EL Öl, z.B. Olivenöl
Das Hackfleisch mit ausreichend Salz und Pfeffer verkneten, anschließend 4 Pattys daraus formen. Das geht am besten auf Klarsichtfolie.
Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Anschließend die Butter in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin knusprig karamellisieren lassen. Dann noch den Honig und etwas Salz und Pfeffer dazu geben.
Hack
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Den Speck in einer Pfanne ohne Öl knusprig auslassen.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Pattys darin knusprig braun anbraten. Sie sollten in der Mitte aber noch rosa sein. Kurz vor Ende der Garzeit den Stilton noch in der Pfanne auf das Fleisch bröckeln, damit er leicht zerlaufen kann.
Den Burger dann folgendermaßen belegen:
Etwas Sauce auf das Brötchen geben, das Fleisch auflegen und mit gebratenen Zwiebeln. Speck, der zweiten Brötchenhälfte und eventuell noch einem Kleis Sauce belegen.
Berlin Kocht Burger
Burger-Verkostung
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Meine Möhrensuppe im Quando-Heft.

Möhrensuppe mit Hackbällchen

Oh man, ist das schön!

Das Hannoveraner Stadtmagazin QUANDO hat mir in seiner aktuellen Ausgabe gleich eine ganze Doppelseite gewidmet. „Kochen aus Leidenschaft“ lautet die Überschrift. Und ich finde, sie ist verdammt passend. In dem Text geht es dann um meinen Werdegang, mein Buch und natürlich ist auch ein Rezept dabei.

Da ja aber nicht alle von Euch in Hannover wohnen, möchte ich den anderen das abgedruckte Rezept für aufregende Möhrensuppe natürlich auch gerne zeigen.

Warum ich sie aufregend finde? Weil diese Suppe alles beinhaltet, was mir bei einem guten Gericht wichtig ist.

Neben Karotten spielen Aromen eine wichtige Rolle. Dazu kommt die Fruchtigkeit einer reifen Mango, das Herzhafte von glasierten Hackbällchen, die Frische von Koriander und Limette sowie die Knusprigkeit von Erdnüssen. Das klingt kompliziert, ist es aber natürlich nicht. Im Gegenteil: Die Suppe ist in 30 Minuten fix und fertig zubereitet. Nur Einkaufen gehen müsst ihr natürlich noch. 🙂

Für alle die Lust haben, sie nach zu kochen: Hier das Rezept:

Möhrensuppe-mit-Hackbällchen-Quando

Thai-Möhrensuppe mit Mango und glasierten Hackbällchen

Suppe:

  • 800 g Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Daumen großes Stück Ingwer
  • 1 Mango
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 2 EL Erdnuss- oder Sesamöl
  • 500 bis 600 ml Gemüsebrühe
  • 1 bis 2 TL grüne Thaicurry-Paste
  • 1/2 Limette
  • 1 Prise Zucker
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Möhrensuppe-mit-Hackbällchen-Quando

Topping:

  • 4 grobe frische Bratwürste
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 TL Honig
  • Sojasauce
  • 1 kleiner Bund frischer Koriander
  • 100 g geröstete, gesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel, den Knoblauch sowie den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Hälfte der Mango ebenfalls schälen und würfeln. Nun 2 EL Erdnussöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel sowie den Ingwer darin glasig andünsten. Die Möhren und die Mango dazugeben und mit Kokosmilch sowie 500 ml der Brühe ablöschen.

1 bis 2 TL Currypaste dazu geben, je nachdem wie scharf man es mag. Die Suppe mit Salz und Pfeffer würzen und etwa 25 min. köcheln, bis die Möhren weich sind. Anschließend mit einem Schneidstab fein pürieren, bis die Suppe eine sämige Konsistenz hat. Eventuell nochmals Brühe hinzufügen. Zum Schluss mit dem Saft sowie dem Abrieb der halben Limette, einer Prise Zucker sowie Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, die Hackmasse in Portionen aus der Wurstpelle drücken und kleine Bällchen daraus formen. Diese in einer Pfanne in 1 EL Erdnussöl rundherum knusprig anbraten. Anschließend noch den Honig und einen Schuss Sojasauce dazugeben und die Bällchen darin glasieren, dann die Hitze abstellen. Den Koriander hacken, die restliche Mango schälen und würfeln. Die Erdnüsse grob hacken.

Zum Anrichten die Suppe in einen tiefen Teller geben und einige Hackbällchen in die Mitte geben. Mangowürfel, Koriander und Erdnüsse darüber streuen und sofort servieren. Wer mag, kann noch einige Tropfen Sojasauce zur Deko darüber geben.

Quando-Artikel-Kochen-mit-Leidenschaft