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Pastel de Nata: meine Crème brûlée „to go“

Jeder der schon einmal in Portugal war, kennt und liebt sie. Pastéis de Nata.

Für alle, die sie nicht kennen: Das sind kleine knusprige Blätterteigtörtchen mit einer karamellisierten Puddingfüllung. Quasi eine Crème brûlée „to go“. Klingt köstlich? Ist es!

Meine Freundin und Lieblings-Nachbarin Lisa war über Silvester in Lissabon und spricht seit dem von nichts anderem mehr, backt auch nichts anderes mehr. Ich selbst war vor zwei Jahren in Portugal und habe jeden Tag mindestens eins dieser wunderbaren Törtchen gegessen. Jetzt wollt ich unbedingt ausprobieren, ob ich die Pastéis de Nata (wie sie im Plural heißen) genauso wunderbar cremig und doch knusprig hinbekomme, wie sie damals in der berühmten Manufaktur in Belém, einem Stadtteil von Lissabon, waren.


Nach unzähligen Artikeln die ich im Internet zum Törtchen-Thema gelesen hatte, bastelte ich mir wie immer mein eigenes Rezept zusammen. Mein Kumpel Felix beklagte nämlich, dass seine Füllung nach dem Backen sehr grieselig geworden sei. Das sollte bei mir nicht passieren! Lösung: Die Füllung muss schon vor dem Ofen andicken. Ich gebe zu, ganz einfach ist die perfekte Zubereitung nicht und wenn man es ganz knusprig haben will, sollte man über die Anschaffung eines Bunsenbrenners nachdenken (gibt es günstig z. B. bei Tchibo). Mit dem kann man die fertigen Pastéis nämlich nachher ganz hervorragend karamellisieren.

Aber die Mühe lohnt sich! Denn wenn man erst einmal in das Karamell-Törtchen gebissen hat, vergisst man sowieso alles um sich herum…

Pastel de Nata

 Rezept für ca. 12 Törtchen:

  • 500 g Blättereig gefr. oder gekühlt
  • 6 Eigelb
  • 1 EL Butter zum Einfetten
  • Zucker zum Bestreuen
  • 1 gehäufter EL Speisestärke
  • 120 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zimtstange
  • 1 El brauner Zucker
  • 1 Bunsenbrenner

Zubereitung:

Blätterteig ggf. auftauen lassen oder aus dem Kühlschrank nehmen und kurz ruhen lassen. Dann die Teigplatten so weit ausrollen, dass sie ihre Größe  um 1/3 vergrößert haben.  Aus dem Teig 10 Kreise  a ca. 10 cm Durchmesser ausstechen. (z. B. mit einem Glas) ausstechen. Den restlichen Teig kurz zusammenknoten, nochmals ausrollen und weitere 2 Kreise ausstechen. 1 Muffinblech oder 12 kleine Förmchen gut einbuttern und mit Zucker ausstreuen. Mulden mit den Teigkreisen auslegen, andrücken, einen kleinen Rand hochziehen und kalt stellen.

Eigelbe mit der Speisestärke in einem Topf verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Milch und die Sahne langsam einrühren, den Zucker dazu geben. Nun Die Vanilleschote auskratzen und samt Mark, Zimtstange und einer Prise Salz in die Milchmischung geben. Nun die Masse bei mittlerer Hitze langsam erhitzen. Dabei am Anfang seltener und am Ende ständig rühren, bis die Masse beginnt einzudicken. Hier ist ein Bisschen Geduld nötig. Erst passiert gar nichts und dann wird es ganz schnell dick. Dann sofort vom Herd nehmen, in einen Messbecher füllen, die Vanilleschote und Zimtstange entfernen, mit Frischhaltefolie abdecken und ca. 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn der Backofen heiß ist, kann die Puddingmasse in die Teigmulden gefüllt werden. Im Backofen ca. 10 bis 14 Minuten backen. Die Backzeit variiert je nach Backofen stark. Deswegen bleibt lieber dabei und schaut, dass die Törtchen nicht zu hell und nicht zu dunkel sind, wenn Ihr sie raus nehmt.

Die Törtchen nach dem Abkühlen aus der Form lösen, mit je einer große Prise braunem Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren.


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Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Kennt Ihr Skrei? Das kaum ausprechbare Wort steht für den ausgewachsenen Winterkabeljau. Dieser Speisefisch ist momentan nicht nur superangesagt sondern auch äußerst lecker. Doch das Angebot ist begrenzt. Er wird nur zwischen Januar und April auf norwegischen Meeren gefangen. Nämlich dann, wenn die Skreis einmal im Jahr aus der eisigen Barentssee zu ihren Laichplätzen bei den Lofoten (Inselgruppe) zurück kehren.

Die Kälte macht das Fleisch des speziellen Kabeljaus besonders fest und muskelreich. Ich bin froh, dass ich nicht auf den kalten Gewässern Norwegens rumfahren muss, um dem Fisch zu fangen. Umso dankbarer bin ich, dass es tapfere und offenbar kälteresistente Seemänner gibt, die es tun.

Ich empfehle Euch, nicht mehr allzu lange zu warten, bis Ihr den Skrei einmal zu Euch in die Küche holt. Ich habe auch schon eine Idee, wie Ihr den Edelfisch zubereiten könnt!

Auf der Grünen Woche habe ich einen  Skrei-Burger mit Chorizomarmelade und Apfel-Kressesalat zubereitet. Ich verspreche, die aufregende Kombination aus scharfer Wurst und festem Fisch passt ganz fabelhaft zusammen. „Surf and Turf “ hat sich ja ohnehin schon längst bewährt. 🙂

Grüne Woche

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Zutaten für 4 Burger

  • 200 g Chorizo am Stück
  • 3 Schalotten
  • 4 Fleischtomaten, gehäutet
  • mildes Olivenöl
  • 150 ml Tomatensaft
  • 2 – 3 EL Honig
  • 1 kleines Bund Thymian, gezupft
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 kleiner grüner Apfel
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 Paket Kresse
  • 150 g Schafs-/ oder Fetakäse
  • 1 Zitrone
  • ca. 400 g Skrei-Filet
  • 2 EL Mehl
  • 4 Toasties
  • 1 El Butter
  • 3 EL Butterschmalz

Die Chorizo und die Schalotten in feine Würfel schneiden. Die Tomaten entkernen und würfeln. 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Chorizo darin glasig andünsten. Anschließend die Schalotten dazugeben und alles 5 Minuten lang dünsten. Dann die Tomatenwürfel dazugeben und alles mit Tomatensaft aufgießen. Nun die Masse mit Honig, Thymian, Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und min. 20 Minuten schmoren lassen. Wer will, kann die Marmelade anschließend pürieren.

Chorizomarmelade

Den Apfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Gurke ebenfalls mit einem Löffel entkernen und fein würfeln. Die Kresse abschneiden und mit den Äpfeln und der Gurke mischen. Den Käse mit den Fingern zerbröckeln und zum Apfelgemisch geben. Den Minisalat mit einem großen Spritzer Zitronensaft und einem Esslöffel Olivenöl anmachen.

Apfel-Gurken-Salat

Nun das Skrei-Filet in vier gleich große (etwa Burger große) Stücke schneiden. Salzen, pfeffern und einmal in Mehl wenden.

Die Toasties  auf der Innenseite mit Butter bestreichen und in einer großen Pfanne knusprig anbraten.

In der Zwischenzeit das Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Fischstücke je nach Dicke darin von jeder Seite 3 bis 4 Minuten anbraten. Sie sollten innen noch glasig sein. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und etwas Zitronensaft aufträufeln.

Skrei - Winterkabeljau

Jetzt geht es ans Belegen. Dazu zu erst die Unterseite der Brötchen mit der Chorizomarmelade besteichen. Dann jeweils ein Stück Fisch und 1 bis 2 EL Apfelsalat daraufgeben. Mit einem Deckel belegen und genießen!

Skrei-Burger mit Chorizomarmelade

Und hier gibt es das ganze auch nochmals als Video – live von der Grünen Woche.

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Weihnachten Gans oder ganz anders?

Glasierte Entenbrust mit Rotkohl-Glasnudelsalat

Was gibt es bei Euch an Heiligabend und den Feiertagen? Gans, Ente, Pute?

Mein Problem mit den Geflügelbraten: In den letzten Wochen gab es bei allen Weihnachtsfeiern und Restaurantbesuchen immer wieder Ente oder Gans mit Rotkohl, Kartoffeln, Klößen… Jeder will schließlich nur das beste und saisonalste auftischen. Das Fleisch und die Soße sind immer köstlich. Und nach jedem dieser Festmahle denke ich „Oh man war das lecker. Jetzt muss ich schlafen!“

Damit das an meinem richtigen Weihnachtsfest nicht auch so sein wird, habe ich mir ein leichtes und frisches Festtagsgericht ausgedacht. Die typischen Zutaten wie Ente und Rotkohl sind dabei. Aber alles ist eben ein bisschen anders zubereitet…

Die wunderschönen Bilder sind diesmal zwar in meiner Küche entstanden, wurden aber von meiner lieben Freundin Stefanie Herbst gemacht!

Glasierte Entenbrust auf Rotkohl-Glasnudelsalat

Glasierte Entenbrust mit Rotkohl-Glasnudelsalat

Zutaten für 4 Personen

Für das Fleisch:

  • 4 Barbarie-Entenbrüste (weiblich)
  • Salz
  • 1 EL ger. Sesamöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sojasauce
  • 150 ml Enten- oder Geflügelfond
  • 2 EL Honig
  • 1 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 1 Bio-Orange

Für den Salat:

  • 3 Handvoll geschnittener Rotkohl
  • 6 EL Fischsauce
  • 2 EL Zucker
  • 2 Limetten
  • 300 ml Wasser
  • 1 TL ger. Sesamöl
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl
  • 2 daumengroße Stücke frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 frische rote Chilischote
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Karotte
  • 4 Zweige Minze
  • 1 kleines Bund Koriandergrün
  • ½ Mango
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 200 g Glasnudeln
  • 100 g geröstete, gesalzene Erdnüsse

Ente

Den Backofen auf 100 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Entenbrüste auf der Fleischseite von Silberhäuten befreien, die Haut rautenförmig einschneiden, von beiden Seiten salzen und pfeffern.

Die Brüste im Sesamöl mit einer angedrückten Knoblauchzehe auf der Hautseite 6 Minuten lang knusprig anbraten, dann für 1 Min. auf der anderen Seiten braten. Im Ofen auf einem Teller ca. 25 Min. garen.

In der Zwischenzeit das Fett abgießen, den Bratensatz mit Sojasauce und Fond ablöschen, Honig, Sternanis und Zimt dazu geben und alles sämig einköcheln lassen. Mit dem Abrieb der Orange würzen. Die Entenbrüste nach dem Garen in Scheiben schneiden und kurz in der Glasur wenden.

Salat

Für das Dressing Fischsauce mit Zucker, Saft der Limetten, Sesamöl, Öl und Wasser in einen Topf geben. Den Ingwer und den Knoblauch schälen, fein reiben und dazu geben. Die Chilischote entkernen und in sehr feine Würfel schneiden, zum Dressing geben. Mit je 1 Prise Salz und Pfeffer abschmecken und aufkochen.

Die Kohlstreifen in eine Schüssel geben, leicht salzen und mit den Händen kräftig kneten. Die Minze und den Koriander hacken, Mango würfeln und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

Glasnudeln in kochendem Wasser 3 Minuten kochen, abgießen und mit der Schere grob zerschneiden. Alle Zutaten in einer großen Schale zusammen mit dem Dressing vermengen.

Erdnüsse hacken. Den Salat in tiefen Tellern geben und mit Ente und Erdnüssen bestreut servieren.

Rotkohl-Glasnudelsalat

Glasierte Entenbrust mit Rotkohl-Glasnudelsalat

 

Glasierte Entenbrust mit Rotkohl-Glasnudelsalat

 

 

 

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PIMP YOUR Food auf sixx

Sixx-Quickie

Juchuuu! Ab heute, Montag 8. Dezember zeige ich Euch fünf Tage lang, wie man Schnitzel, Kohlroulade und Co. pimpen kann.

In den Sixx-Quickies (täglich 11.55 Uhr) habe aus Omas Klassikern neue Lieblingsrezepte gemacht! Die Kohlrouladen zum Beispiel habe ich Thai-Style zubereitet, das Schnitzel feurig gewürzt und das Hühnerfrikassee zum cremigen Risotto gerührt.

Das Verrückteste daran: Alles wurde in meiner eigenen Küche gedreht. Und das ist nicht nur ziemlich aufregend, sondern auch ziemlich praktisch: Ich musste quasi nur aufstehen, duschen und meinem Team einen Kaffee kochen. Den Rest hat Sixx für mich erledigt. Sogar geschminkt wurde ich von meiner fabelhaften Visagistin Barbara…

Sixx-Quickie

Aber nun zück zum Essen: Das war nämlich ziemlich lecker! Ich kann Euch nur raten, die gepimpten Rezepte einmal auszuprobieren. 🙂

Hier bekommt Ihr schon einmal das erste Rezept von mir:

Cajun-Schnitzel mit Limetten-Chili-Maiskolben und Guacamole

Cajun-Schnitzel

Cajun-Schnitzel

  • 4 Schweinerückensteaks
  • 1 TL Thymian, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Paprikapulver
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Salz
  • 80 g Mehl
  • 1 Ei
  • 200 g Semmelbrösel (kein fertiges Paniermehl, bitte)
  • 150 bis 200 g Butterschmalz

Limetten-Chili-Maiskolben

  • 2 Maiskolben
  • ½ rote, nicht allzu scharfe Chilischote
  • 50 g Butter, Zimmertemperatur
  • Abrieb einer Limette (plus 1 als Deko)

Guacamole

  • 1 reife Avocado
  • ½ rote, nicht allzu scharfe Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Saft einer halben Limette

Die Maiskolben schälen und in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser ca. 25 Minuten lang weich kochen. Anschließend abgießen. (Alternativ könnt Ihr auch vorgekochte Maiskolben kaufen)

Die Chilischote entkernen und fein würfeln. Die weiche Butter mit dem Abrieb der Limette, der Hälfte der Chiliwürfel sowie einem halben TL Salz vermengen. Beiseite stellen.

Für die Guacamole die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. Dieses anschließend mit Salz, Pfeffer und dem Saft der halben Limette würzen und mit einer Gabel zu einem stückigen Brei zerdrücken. Eine Knoblauchzehe schälen, fein hacken und zusammen mit den restlichen Chiliwürfeln unter die Avocadocreme mischen. Bis zum Servieren kalt stellen.

Nun das Paprikapulver, Knoblauchpulver, Thymian, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer und einen TL Salz zu einer Gewürzmischung vermengen.

Die Schnitzelchen einzeln auf die Arbeitsplatte legen, mit einem Stück Frischhaltefolie bedecken und mit einer kleinen Pfanne platt klopfen.

Die Schnitzel anschließend großzügig mit der Gewürzmischung bestreuen. Aus Mehl, zwei verquirlten Eiern und Semmelbrösel eine Panierstraße aufstellen. Die Schnitzel nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbröseln wenden.

Butterschmalz ca. ½ Zentimeter hoch in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel darin knusprig braun ausbacken. Die Pfanne dabei ständig rütteln, damit die Panade schön locker wird.

Währen dessen die Limettenbutter in einer weiteren Pfanne zerlassen und die Maiskolben darin ca. 5 Minuten lang wenden. Dabei aufpassen, dass die Butter nicht zu braun wird.

Die fertigen Schnitzel auf einem Stück Küchenkrepp abtropfen lassen und am besten sofort zusammen mit der Guacamole und den heißen Maiskolben servieren. Wer mag, kann als Dekoration noch Limettenschnitze anlegen.

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Sixx-Team

Vielen Dank an das tolle Team von sixx!

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Mein erstes Kochbuch, ab dem 10. November im Handel.

Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then

Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then

Stellt Euch vor, einer Eurer größten Träume geht in Erfüllung.

Mein großer Wunsch war es immer, ein Kochbuch zu schreiben. So ein richtig persönliches, mit aufregenden aber keinesfalls komplizierten Rezepten.

Nun läuft „Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then“ tatsächlich gerade über die Rollen der Druckerei. Ab dem 10. November kann mal es dann überall kaufen.

Im Januar war ich vom Südwest-Verlag nach München eingeladen worden, um dort meine Kochbuch-Idee vorzustellen. Mein Vorschlag: PIMP YOUR FOOD! Denn das ist genau das Prinzip, nach dem ich jeden Tag koche. Ich versuche stets, aus jedem Gericht ein aufregendes Geschmackserlebnis zu machen. Jedes Essen soll ein kleines bisschen besonders sein. Gepimpt eben.

In meinem Buch zeige ich Euch nun, wie man ein Rinderragout mit Sternanis und Orangenabrieb würzt, einen Apple Crumple mit Pecannüssen und Muskat zubereitet oder eine Kartoffelsuppe mit Schnittlauchpesto und Chorizo verfeinert.

Es geht darum, experimentierfreudig und mutig zu sein, ohne dabei zu abgefahren zu werden. Dinge wie Blumenkohl-Eis und Räucheraal-Schaum werdet Ihr in meinem Buch nicht finden, dafür aber 50 wirklich leckere Klassiker mit WOW-Effekt.

Ich verpreche, meine Rezepte werden aus Euren Alltagsgerichten neue Lieblingsgerichte machen.

„Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then“, Südwest-Verlag, 16,99 Euro, ab dem 10. November im Handel. Hier könnt ihr einen Blick ins Buch werfen.

 

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Meine Liebe zu Ceviche.

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Meine Liebe zur Ceviche begann im letzten Spätsommer. Auf Mallorca.

An einem bedeckten Tag, an dem die Temperatur zu kalt war, um zu Baden, aber perfekt, um die Insel zu erkunden. (Um ehrlich zu sein, bin ich ohnehin nicht gerne den ganzen Tag nur am Strand…).

In Port de Soller landete ich auf meiner Tour nachmittags in einer kleinen Hafenbar. So einer ohne laminierte Sandwichfotos vor der Tür. Dafür aber mit guter Musik, geschmackvollen Holzstühlen und Ceviche auf der Karte. Das Fischgericht dort war frisch, leicht und der perfekte Snack für diesen Moment.

Für alle, die gar nicht so richtig wissen, wovon ich eigentlich rede:

Ceviche ist ein Gericht aus Südamerika. Bei der Zubereitung wird roher Fisch mit Limettensaft gemischt. Durch die Säure kommt es zu einer Denaturierung des Eiweißes – etwa wie beim Kochen. Der Fisch wird durch die Zitrusfrucht quasi gegart, ohne erhitzt zu werden. Man muss also keine Scheu haben, vermeintlich rohen Fisch zu essen.

Fast ein Jahr lang hat es dann gedauert, bis ich dann endlich wieder Ceviche gegessen habe. Und zwar auf dem Hoffest von Klaus Wowereit.

Dort hat mir TV-Koch Chakall seine Ceviche mit gerösteten Maiskörnern gereicht.  Sie war säuerlich, fruchtig und durch den Mais aufregend knusprig. Ein kleines Fisch-Feuerwerk im Mund. Ich hatte sofort Lust, es zu Hause auszuprobieren.

Ceviche im Servierring

 

Hier nun meine Interpretation der Ceviche mit Bananenchips und Mango

Zutaten für vier Personen:

  • 400 g sehr frischer weißer Fisch, z.B. Barsch oder Kabeljau
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 rote, nicht so scharfe Chilischote
  • 3 Limetten
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • frisch gemahlen
  • 1/2 reife Mango
  • 1 reife Avocado
  • 1 Handvoll Koriander
  • 80 g Bananenchips
  • 1 Servierring, optional

Zubereitung: Den Fisch in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Nun die Zwiebeln schälen, fein Würfeln und zum Fisch geben. Die Chilischote entkernen, ebenfalls fein würfeln und mit in die Schüssel geben.

Nun den Limettensaft auspressen und zusammen mit Olivenöl, Salz und Pfeffer unter den Fisch mischen, dann für etwa 10 Minuten beiseite stellen. In der Zwischenzeit die Mango und die Avocado würfeln und den Koriander sowie die Bananenchips grob hacken.

Ceviche Zubereitung

Zum Servieren zu erst den Fisch, dann die Avocado und zum Schluss die Mango in einem Ring übereinander schichten. Anschließend noch Koriander und Bananenchips darauf schichten. Wer mag, kann nochmals etwas Olivenöl über die Ceviche träufeln.

Und wer keinen Servierring hat: Durcheinander sieht es auch hübsch aus!

Ceviche

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Geschmorte Lammkeule schmeckt nicht nur an Ostern.

Lammkeule

Habt Ihr schon einen Plan für Ostern? Ich meine einen kulinarischen? Bei mir gab es früher zum Fest bei meiner Mama immer einen klassischen Lammbraten. Das hatte aber nichts mit dem Opferlamm oder einer anderen religiösen Tradition zu tun – sondern viel mehr mit einfach lecker.

Wie Ihr wisst, mag ich Traditionen, also möchte ich auch diese erhalten. Und damit am Festwochenende nichts schief geht, habe ich die Lammkeule für Euch und mich schon einmal Probe gekocht.

Fazit: empfehlenswert! Damit könnt ihr am Ostersonntag garantiert die ganze Familie samt Schwiegereltern beeindrucken. Und während die Keule sich im Ofen quasi von selbst kocht, bleibt währendessen auch noch genug Zeit zum Eiersuchen.

Lammkeule mit Auberginen und Ofenkartoffeln

Lammkeule

Zutaten für 4 Personen

Für die Lammkeule:

  • 1 Lammkeule (ca. 1,5 kg)
  • 2 TL Kräuter der Provence
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 bis 5 Knoblauchzehen (oder auch mehr, hihi)
  • 2 große Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • 150 ml Lammfond (oder Brühe)
  • 100 ml Rotwein (muss aber auch nicht, wenn Kinder mit essen)
  • 2 Auberginen
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Bio-Zitrone

Für die Kartoffeln:

  • 800 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 Zweige Rosmarin
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Lammkeule mit einem scharfen Messer von groben Fettstücken befreien. Anschließend mit den Kräutern der Provence, Salz, Pfeffer und 2 EL Öl einreiben. Die Rosmarin Blätter abzupfen und ebenfalls auf das Fleisch geben. Dann kleine Schnitte in das Fleisch schneiden und die Knoblauchzehen darin „verstecken“.
Versteckter Knoblauch
Anschließend die Möhren und die Zwiebeln in Scheiben schneiden und zusammen mit der Lammkeule in eine feuerfeste Form geben. Die Tomaten um die Lammkeule rundherum verteilen, den Rotwein und den Fond angießen und das Ganze mit einem großen Bogen Alufolie luftdicht abdecken.
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Nun das abgedeckte Fleisch in den Ofen geben und abgedeckt ca. 2 Stunden schmoren lassen.
In der Zwischenzeit die Auberginen grob würfeln.
Nach Ablauf der zwei Stunden die Alufolie vom Fleisch entfernen und die Auberginen mit zum Lamm geben. Die Hitze auf 200 Grad erhöhen und die Lammkeule eine weitere Stunde garen, bis sie schön braun geworden ist. Die Keule zwischendurch zwei bis drei mal mit Hilfe eines Löffels mit dem Bratensud begießen und das Gemüse umrühren.
Achtung die Kartoffeln nicht vergessen!
Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit Olivenöl und den Gewürzen vermengen. Für 40 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech mit im Lamm-Ofen backen. Eventuell zwischendurch einmal wenden.
Zurück zum Lamm… Nach Ende der Garzeit das Lamm aus dem Ofen nehmen und die Soße mit Zucker, einer Prise Zimt und nochmals Salz und Pfeffer abschmecken.
Kurz vor dem Servieren noch abgeriebene Zitronenschale darüberstreuen. Das Lamm zusammen mit mit den Kartoffeln und vielleicht einem Klecks Knoblauchjoghurt servieren.  Als Nachtisch eignen sich Schoko-Ostereier. Ich empfehle die mit Nougat 🙂
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Kartoffelecken
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Pancake Day – Vorsicht vor Verfluffung!

Glücklicherweise habe ich gerade noch rechtzeitig daran gedacht, dass heute Pancake Day ist. Der Fastnachtsdienstag ist in England nämlich traditionell der Tag der Pfannkuchen.

Bei meinem Auslandsemester in Newcastle habe ich das erste Mal von der süßen Tradition erfahren. Seit dem freue ich mich jedes Jahr an Fasching darüber, jetzt endlich wieder Pancakes backen zu „müssen“. Schließlich sind Traditionen ja etwas Feines…

Heute jedenfalls ist es mir erst nachmittags aufgefallen, nachdem ich einen Post von Jamie Oliver bei Facebook zum Thema gesehen habe. Da bin ich noch schnell zum Supermarkt gelaufen, habe ein paar Bio-Eier, Sahne und gefrorene Heidelbeeren gekauft und eine kleine Schweinerei auf dem Teller veranstaltet.

Dabei durfte ich mal wieder feststellen: Pancakes ist sind sind viiiiel luftiger als die deutsche Pfannkuchenversion und ich verspreche: Zusammen mit halbgeschlagener Sahne statt dem üblichen Sirup wird das Ganze im Mund zu einem superfluffigen Erlebnis…

Pancakes mit Heidelbeeren und Sahne

 

 

Zutaten für zwei Pancake-Hungrige (Masse ergibt etwa 10 Pancakes)

Für die Heidelbeeren

  • 150 g gefrorene Heidelbeeren
  • 2 TL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt

Für die angeschlagene Sahne

  • 150 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Zucker

Für die Pancakes

  • 2 große Eier
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter
  • 2 TL Zucker
  • 5 EL Mehl (etwa 100 g)
  • 150 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL geschmacksneutrales ÖL
  • eventuell 1 EL Butter

Am besten zu erst die Heidelbeeren in einen Topf geben und zusammen mit einem zwei Teelöffeln Zucker, dem Vanillezucker und einer Prise Zimt kurz erhitzen und anschließend abkühlen lassen.

Dann die Sahne mit einem Päckchen Vanillezucker und einem Teelöffel Zucker fast steif schlagen und beiseite stellen.

Für die Pancakes die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

Die Butter vorsichtig schmelzen. (Entweder in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle.)

Dann in einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit zwei Teelöffeln Zucker gut verrühren und das Mehl, das Backpulver, die ein wenig abgekühlte flüssige Butter und die Milch unterrühren. Die Masse anschließend vorsichtig mit dem Eischnee vermengen. Es ist wichtig, das gaaanz viel Luft im Teig bleibt.

Nun etwa einen Teelöffel Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Pancake-Masse in Portionen ausbacken. Die kleinen Küchlein erst wenden, wenn sie am Rand beginnen, fest zu werden. Wer will, kann kurz vor Ende noch ein Stückchen Butter mit in die Pfanne geben.

 

Zum Schluss die Pancakes mit Heidelbeeren und Sahne anrichten und mhmmmmm…

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Esst mehr Kuchen! Zum Beispiel Apfelkuchen mit Streuseln.

Apfelkuchen mit Streuseln

Heute war Sonntag. So ein richtiger Sonntag, mit spätem Aufstehen, noch späterem Frühstücken und KAFFEE und KUCHEN.

Kaffee und Kuchen, eine wunderschöne Oma-Tradition, die wir jungen Leute viel zu selten praktizieren. Dabei ist es ganz fantastisch, an einem grauen Sonntag bei Teelicht-Schein mit Freunden ein duftendes Stück Kuchen zu essen. Dabei kann man plaudern, die Erlebnisse der letzten zwei Tage verarbeiten und sich gegenseitig die Seele streicheln. Der Kuchen tut sein Übriges.

Am besten, Ihr ladet gleich für nächsten Sonntag ein paar eurer Liebsten ein, backt eine süße Schweinerei und fühlt die wohlige Zufriedenheit, die meinen heutigen Sonntag begleitet hat…

Wie wäre es mit Apfelkuchen mit Streuseln und Crème-Fraîche?

Apfelkuchen mit Streuseln

Für eine 26-Zentimeter-Springform

Zutaten:

  • 3 große Säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 EL brauner Rum
  • 200 g weiche Butter
  • 175 g Zucker plus 4 Esslöffel Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • ½ Teelöffel Zimt
  • 300 g Crème Fraîche
  • 1/2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 50 g gehobelte Mandeln

Die Äpfel schälen und entkernen, dann in Spalten und anschließend in dünne kleine Scheiben schneiden. Die Apfelstücke in einer Schüssel mit Zitronensaft und Rum vermengen und beiseite Stellen.

Eine Springform (26 Zentimeter) mit Backpapier auslegen, Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Weiche Butter, 175 Gramm Zucker und ein Päckchen Vanillezucker mit einem Rührgerät auf höchster Stufe schaumig rühren. Erst ein Ei unter ständigem Rühren hinzufügen, nach dreiminütigem Rühren ein weiteres Ei dazugeben. Mehl, Haselnüsse, Backpulver, eine Prise Salz und Zimt in einer Schüssel vermengen. Das Ganze dann mit der Butter-Zucker-Mischung verrühren.

Nun den Teig mit den Händen verkneten und zwei Drittel auf den Boden der Springform drücken, dabei einen dünnen sechs Zentimeter hohen Rand hochziehen. Das übrige Drittel kalt stellen.

In einer zweiten Schüssel Crème Fraîche mit vier Esslöffeln Zucker, den restlichen Eiern, dem übrigen Vanillezucker und dem Puddingpulver verrühren.

Die Crème-Fraîche-Mischung auf den Teig schütten und die Äpfel darauf verteilen, den Kuchen in den Ofen schieben (untere Schiene) und 15 Minuten backen.

Den übrigen Teig mit den Mandelsplittern verkneten. Anschließend aus dem Ofen nehmen und den restlichen Mandel-Teig in Streuseln vorsichtig darauf verteilen. Den Ofen auf einfache Oberhitze stellen und 35 Minuten weiterbacken. Dabei darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird. Zur Not gegen Ende der Backzeit ein Stück Alufolie darauf legen.

Apfelkuchen mit Streuseln

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Kartoffel-Curry mit Schuss

Kartoffelcurry mit Schuss

Currys mache ich oft. Sie schmecken immer irgendwie spitze und man kann damit viele Leute auf einmal an den Tisch holen. Als ich das letzte mal in der WG für ein paar Vegetarier ein Kartoffel-Curry gekocht hab, stand neben dem Herd eine übrig gebliebene Flasche brauner Rum. Und da ich mal wieder auf der Suche nach dem besonderen Geschmackserlebnis war, habe ich die Soße zum Schluss einfach mit einem ordentlichen Schuss Schnaps abgeschmeckt. Meinen Gästen hat es super geschmeckt und es wurde sofort beschlossen, bei der nächsten Party einen Schluck Rum für’s kommende Curry aufzuheben..

Kartoffel-Curry mit Datteln und braunem Rum

  • 1 Kg festkochende Kartoffeln
  • 3 EL Öl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Stangen Zitronengras
  • 2 TL Currypulver (scharf)
  • 2 Dosen (800 ml) ungesüßte Kokosmilch
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 300 g frische Champignons
  • 3 Zimtstangen (oder drei Messerspitzen gem. Zimt)
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 4 EL Mandeln gehobelt
  • 1 Bio-Orange
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 2-4 cl brauner Rum
  • 1/2 TL Zucker
  • 12 Datteln

Curry mit Schuss

Zu erst die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen. Inzwischen die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln und in einem Esslöffel Öl glasig dünsten. Das Zitronengras mit dem Messerrücken anschlagen, sodass die ätherischen Öle frei werden.

Curry mit Schuss

Die Zwiebeln und den Knoblauch mit dem Currypulver bestäuben und kurz mitrösten, anschließend mit der Kokosmilch ablöschen, das Zitronengras und die Zimtstangen dazugeben und leicht köcheln lassen. Den Ingwer schälen, fein reiben und mit in die Soße geben. Anschließend mit Salz, Pfeffer und dem Zucker kräftig würzen. Nun die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Beides in einer Schüssel vermengen und Beiseite stellen. Die Kartoffeln pellen und in grob würfeln. Die Datteln in kleine Würfel schneiden. In großen Pfanne zwei Esslöffel Öl erhitzen und die Kartoffeln darin braten. Kurz bevor sie goldbraun sind, zu erst die Champignons und wenig später die dazugeben, kurz mitbraten, salzen und pfeffern. ¼  Teelöffel Abrieb sowie den Saft der Orange und der Zitrone mit zur Currysoße geben. Nun das Zitronengras entfernen und die Soße VORSICHTIG mit RUM abschmecken.

Zu letzt das Kartoffelgemüse zum Curry geben, alles noch einmal kurz aufkochen, erneut abschmecken und mit der Frühlingszwiebel-Mandelmischung bestreut servieren.