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Draußen kochen: Steaks vom Grill mit „danach“-Marinade

Steak_danach_Marinade

Ich sag’s ja immer: Kochen kann man überall. Zum Beispiel auch an der Wasserskianlage am Bernsteinsee bei Berlin. Dort habe ich mich zwar (noch) nicht aufs Wasser – aber dafür an den Grill getraut.

Zwischen Boards und Surferboys habe ich die „danach“-Marinade erfunden. Eine Kräuterpaste die eben nicht vor sondern nach dem Grillen auf das Fleisch kommt.

Viele von Euch kennen das bestimmt: Die Soße in der das Grillfleisch eingelegt ist, riecht häufig verführerisch… Man muss sich zusammen reißen, nicht einmal kurz das Brot oder den Finger hineinzustecken. Meine Mutter hat mir aber schon früh beigebracht, dass man das vor allem bei gekauften Fleisch lieber sein lassen sollte.

Wenn das Fleisch dann gegrillt ist, ist die Marinade entweder in die Kohle getropft oder verbrannt. Also warum das Fleisch nicht einmal nach dem Grillen marinieren? So bleibt die Kräuterschicht wunderbar frisch und das Brot darf man dann hinein ditschen, so oft man will.

Dazu gab es für die Sportler an der Sport-Anlage einen bunten und gesunden Nudelsalat. So einen frischen mit Essig und Öl und keinen pampigen mit Majo und Dosenerbsen wie man ihn von der Tennisverein-Jubiliäumsfeier kennt. 🙂

Hier geht es zum Rezept und zum passenden Video:

Beef-Steak mit „danach“- Marinade

Zutaten für vier Personen:

  • 4 Steaks a ca. 150 g (z.B. Rump- oder Hüftsteaks)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 60 g Manchego-Käse
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Estragon
  • 50 g Pinienkerne, geröstet
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
Die Steaks dünn mit Olivenöl bestreichen, anschließend salzen und pfeffern und bis zum Grillen beiseite stellen.
Für die Marinade den Manchego fein hacken. Dann den Estragon und die Pinienkerne ebenfalls fein hacken und mit zum Käse geben. Nun noch den Knoblauch auf einem Brett fein zerreiben und ebenfalls untermischen. Die Kräuter-Mischung mit 5 bis 6 Esslöffeln Olivenöl und etwas Zitronensaft vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Steak-Marinade
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Nun den Grill sehr heiß werden lassen und die Steaks je nach dicke 4 bis 6 Minuten pro Seite grillen. Anschließend auf einen Teller geben und am besten noch fünf Minuten lang in Alufolie gewickelt ruhen lassen. DANACH die Marinade auf die Steaks geben und servieren. 😉
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Steak mit Marinade#

Lauwarmer Nudelsalat mit Grillgemüse

Zutaten für vier Personen:

  • 300 g Farfalle
  • Salz
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 3 Zweige Rosmarin
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer
  • 150 g Cherrytomaten
  • 165 g Artischockenherzen
  • 100 g schwarze Oliven ohne Kern
  • 1/2 Topf Basilikum
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Honig
  • 4 EL heller Balsamico
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 50 g Pinienkerne, geröstet

Nudelsalat

300 g Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser „al dente“ garen.

Die Aubergine und die Zucchini in Scheiben schneiden. Die Paprika entkernen und in große Stücke schneiden.

Gemüse mit 3 EL Olivenöl, Rosmarin, Salz, Pfeffer und einer angedrückten Knoblauchzehe in einer Schüssel vermengen. Das Gemüse anschließend auf dem Grill goldbraun rösten. Danach in grobe Würfel schneiden.

Nun die Tomaten halbieren, die Artischockenherzen in Stücke und die Oliven in Scheiben schneiden. Das Basilikum grob hacken.

Für das Dressing den Senf und den Honig mit Essig, 6 EL Öl und 4 EL Wasser in einer großen Schüssel verrühren und mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Alle Zutaten zusammen mit den Pinienkernen und den Nudeln in die Dressing-Schüssel geben und vermischen. Eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Berlin kocht: Wasserskianlage Velten

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Tomatensalat: Abend(b)rot auf dem Balkon.

Tomaten-Salat

Hm, so richtig ist der Sommer ja noch nicht bei uns angekommen. Zumindest nicht in Hannover. Aber ich habe ihn kulinarisch nun schon einmal auf meinen Balkon geholt. Dort ist nämlich jeden Tag ab 17 Uhr feinste Sonne. Erst in gelb, dann in orange, dann in rot…

Ha! Und genau diese Farben sind auch in meinem Tomatensalat gleich in mehreren Nuancen vorhanden.

Hier das Rezept für den schnellsten und vielleicht aromatischsten Tomatensalat unter der Niedersächsischen Abendsonne!

Tomaten-Salat

Zutaten für vier Personen

  • 800 g verschiedene Tomaten (Datteltomaten, gelbe Tomaten, orangefarbene Tomaten, Strauchtomaten…)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • 80 g Parmesan am Stück
  • 4 EL Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 bis 3 EL dunkler Balsamico
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Hand voll frische Basilikumblätter
  • 1 bis 2 EL Schwarzkümmel

Tomaten in Scheiben schneiden. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch fein hacken und zusammen mit etwas Salz mit dem Messer zerdrücken oder durch eine Knoblauchzehe drücken. Den Parmesan auf einer groben Reibe reiben.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit dem Olivenöl, Salz, Pfeffer, Balsamico und Zucker zu einem Dressing verrühren. Die Tomaten unterheben, die Basilikumbbätter groß zerpflücken und ebenfalls unterheben. Zum Schluss noch den Parmesan und den Schwarzkümmel unter den Salat mischen, nochmals abschmecken und dann in der Abendsonne mit frischem Baguette schnabulieren (mir ist tatsächlich gerade kein besseres Wort eingefallen. Vorschläge nehme ich gerne per Mail entgehen. 🙂 ).

Tomaten-Salat

 

 

 

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Olivenöl, Sterneköche und andere Freuden – Rezept für Parikasuppe mit grüner Mojo

Olivenöl mit Stefan Hartmann

Hinter mir liegt ein schönes und aufregendes Wochenende bei der Good Life Embassy in Berlin.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Ich habe einen spanischen Zwei-Sterne-Koch kennen gelernt, mit Enie van de Maiklokjes auf der Bühne gestanden, mit Patrice Beeren-Törtchen gegessen und mit dem Berliner Spitzenkoch Stefan Hartmann zusammen in der Showküche gekocht.

Letzteres war mein persönliches Highlight!

The Good Life Embassy

 

Es hat so viel Freude bereitet, den Zuschauern als Botschafterin für spanisches Olivenöl meine Rezepte zu erklären. Und wann hat man schon mal das Glück, von einem Sternekoch die Buletten gerollt zu bekommen? Und dann noch von so einem sympathischen wie Stefan Hartmann…

Das Thema war „Fast Tapas“. Ich habe dabei spanische Klassiker in gewohnter Feli-Manier gepimpt. So gab es bei mir eine Paprika-Gazpacho mit Mojo Verde und Bananenchips, Albondigas mit Röstbrot und gebratene Riesengarnelen mit ’ner Menge Limettensaft und Koriander.

Mein Lieblingsrezept von den dreien habe ich hier für Euch aufgeschrieben. Es ist die Paprika-Gazpacho. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas komisch klingt, eine Paprikasuppe kalt zu essen. Probiert es einfach mal aus. Ich habe früher schon gerne kalte Bolognese oder Pizza aus dem Kühlschrank gegessen. Daher weiß ich, wie sich die Aromen von gekochten Speisen auf eine spannende Art intensiveren, wenn sie kalt sind, hihi…

Paprika Gazpacho

Zutaten für 6 bis 8 kleine Portionen

Für die Suppe:

  • 3 große gelbe Paprikaschoten
  • Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/3 TL Kurkuma
  • 1 Daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 gehäufter TL Weizenmehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml flüssige Sahne
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Orange
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 50 g Bananenchips

Die Paprikaschoten halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig anschwitzen. Die gelben Paprikastücke dazugeben und kurz mit anschwitzen. Das Currypulver, den Kurkuma, das Mehl und den klein geschnittenen Ingwer hinzufügen und ebenfalls kurz mit anschwitzen, dann mit der Brühe ablöschen. Die Sahne angießen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker, 2 TL Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb, den Saft der Orange und Cayennepfeffer abschmecken und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Paprikastücke weich sind.

Dann die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein feines Haarsieb passieren. (Dabei kräftig drücken, damit die gesamte Flüssigkeit abtropfen kann.)

Die Suppe abschließend aufkochen und unbedingt nochmals mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Die Bananenchips mit dem Universalzerkleinerer oder mit einem großen Messer in möglichst kleine Stücke schneiden.

Für die grüne Mojo:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 1 Bund frische glatte Petersilie
  • 100 ml Plfanzenöl
  • 50 ml spanisches Olivenöl
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Weißweinessig
  • eventuell eine Scheibe Toastbrot oder 50 g Parmesan, frisch gerieben

Den Knoblauch schälen und grob hacken.

Die Koriander- und Petersilienblätter vom Stiel zupfen und in ein hohes Gefäß geben. Den Knoblauch, den Koriander, die Petersilie, Salz, Pfeffer und das Pflanzenöl dazugeben und pürieren. Das Olivenöl langsam einfließen lassen, bis eine sämige Soße entstanden ist. Die Mojo mit Essig und Zitronensaft abschmecken. Falls die Soße zu dünn ist, kann noch ein Toastbrot entrindet, fein geschnitten und mit püriert werden. Oder man püriert noch etwas Parmesan mit in die Mojo. Auch wenn es dann nicht mehr original spanisch ist…

Zum Servieren die  gekühlte Suppe in kleine Gläser füllen und anschließend etwas grüne Mojo und einige Bananenbrösel darauf verteilen.

Mit Patrice bei #TGLE

The Good Life Embassy

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WM-Lachs mit Caipi-Marinade

Im Supermarkt gibt es schwarz-rot-goldene 1-Euro Artikel, Männer ziehen Fahnen über ihre Autospiegel, Mädels tragen Glitzer-Flaggen im Gesicht. Ich nähere mich der WM in Brasilien lieber von der kulinarischen Seite.

Anders gesagt, weil in meinem Leben alles etwas mit Essen zu tun, ist auch das Thema Fußball für mich ein leckeres. Zum Beispiel dann, wenn ich die Länderspiele oder den Austragungsort als Anregung für meine Gerichte nutze.

(Außerdem muss zum Bier ja auch etwas gegessen werden. Und falls mich das ein oder andere Spiel dann doch nicht so brennend interessiert, habe ich immer noch eine Ausrede, um für eine längere Zeit in der Küche zu verschwinden…)

Aber nun zurück zum Gericht.

Bei mir gibt es heute pünktlich zum ersten Deutschlandspiel ein von der WM inspiriertes BBQ-Gericht, das prima mit den Händen gegessen werden kann. (So braucht man keine Angst zu haben, dass der Teller vom Schoß rutscht, wenn man plötzlich vor Torfreude in die Höhe springen muss)

Ich habe mich dabei vom Gastgeberland Brasilien inspirieren lassen. Und zwar so: Den Lachs habe ich in einer Caipirinha-Marinade gewendet, außerdem sind die fertig gefüllten Brote schön scharf, schmecken ein bisschen exotisch und Ananas ist auch dabei.

Wer mag, kann den restlichen Schnaps und die übrigen Limetten aus dem Netz natürlich gerne mit reichlich crushed Eis zu echten Caipirinhas verarbeiten. Wohl bekomm’s!

WM-Lachs

Caipi“-Lachs mit Ananas 

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 Lachsfilets (à ca. 125 g, gerne mit Haut)
  • 4 Limetten
  • 2 bis 4 Rohrzuckerschnaps, z. B. Cacacha (Kann auch weg gelassen werden)
  • 1 rote Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 EL Öl
  • 3 EL brauner Rohrzucker
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 4 EL geröstete Kokoschips, geröstet
  • 1 Topf Koriander
  • 1 Topf glatte Petersilie
  • 1/2 reife Ananas
  • 4 Pitabrote

Für die Avocadocreme:

  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Limette
  • 7 Kirschtomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Cayennepfeffer

2 Limetten auspressen und die Schale abreiben. Die Chilischote entkernen und fein würfeln. Zwei Knoblauchzehehn schälen und fein hacken.

Für die Marinade 4 EL Limettensaft mit 2 bis 4 CL Rohrzuckerschnaps, 2 EL Rapsöl, 1/2 TL Limettenabrieb, 2 EL Zucker, Salz, der Hälfte der Chiliwürfel sowie der Hälfte des Knoblauchs verrühren.

Lachsfilets auf einen Teller legen und mit der Marinade begießen,15 Minuten lang ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Avocados halbieren, den Kern enttfernen und mit einer Gabel zerdrücken. Sofort den Saft der Limette dazugeben und vermischen. Den Knoblauch schälen und fein hacken, die Kirschtomaten vierteln und beides mit zur Avocodo geben. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.

Nun 1 Topf Koriander und 1 Topf glatte Petersilie und fein hacken. Mit den restlichen Chiliwürfeln, Knoblauch, 4 EL Rapsöl, 2 EL Limettensaft, 1 EL Zucker, Salz, frischem Pfeffer und den Kokoschips vermischen.

Lachs7

Dann die Ananas schälen, Strunk entfernen und in Scheiben schneiden. Diese Scheiben nochmals vierteln. Lachs in einer Grillschale oder auf einem Stück Alufolie ca. 4 bis 5 Minuten pro Seite grillen, dabei mit reichlich Marinade begießen. Er sollte in der Mitte unbedingt noch glasig und saftig sein. Die Ananas indes direkt auf dem Rost ca. 4 Minuten pro Seite grillen. Zum Schluss noch das Pitabrot pro Seite ca. 1 bis zwei Minuten auf dem Grill rösten.

Lachs auf dem Grill

Die fertigen Lachsfilets mit der Gabel leicht zerteilen, ggf die Haut entfernen und in ein aufgeschnittenes Pitabrot legen. Je 1 bis 2 Stücke gegrillte Ananas, zwei Esslöffel Guacamole und einen Esslöffel Kräutersauce darüber geben und am besten sofort reinbeißen.

Lachs mit Ananas und Limette

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Noch 15 Tage… dann ist die Spargelzeit schon wieder vorbei. Leider.

Spargel mit Parmaschinken

 

Im Schnitt verspeist jeder Deutsche 1,5 Kilo des weißen Gemüses im Jahr. Habt Ihr Euer Pensum 2014 schon ausgeschöpft? Nein? Dann in dieser Woche schnell noch ein paar Stangen beim Händler Eures Vertrauens kaufen und die letzten Tage ausnutzen. Schließlich dauert es dann wieder fast ein Jahr, bis man das edle Gemüse aus Deutschland kaufen kann.

Aber immer nur Spargel mit Schnitzel….?? Schnarch.

Für alle, die in den letzten Wochen oft genug die Klassiker-Kombi gegessen haben, habe ich noch eine neue und supersimple Zubereitungsart. Nämlich gratinierten Spargel mit Parmaschinken.

Den Spargel dafür habe ich beim Spargelhof in Klaistow übrigens quasi selbst gestochen und anschließend mit einer Profi-Schälerin um die Wette geschält. Ich war gar nicht mal sooo schlecht, aber die 20 bis 30 Kilo in der Stunde, die meine Konkurrenz Alicia im Schnitt schafft, konnte ich natürlich nicht erreichen… Falls Ihr Lust habt, es Euch anzusehen, die Bilder dazu gibt es im Video. Das Rezept natürlich auch.

Ach ja, und weil der Spargelhof Klaistow so ein richtiger Erlebnishof ist, durfte ich nach den Dreharbeiten noch auf die größte Hüpfburg, die ich je gesehen hab. Oh man, hat das FUN gemacht. (Auch wenn ich dort feststellen musste, dass meine Qualitäten doch eher in der Küche als auf der Hüpfburg liegen…)

Gratinierter Spargel mit Parmaschinken

 

 

Zutaten für 2 Personen
  • 10 Stangen weißer Spargel, bissfest gegart
  • 15 Scheiben Parmaschinken
  • 60 g Parmesan am Stück
  • 8 Kirschtomaten
  • 5 EL Sahne
  • 1/2 Bio Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter EL Semmelbrösel
  • 20 Schnittlauchhalme
Den Backofen auf 220 Grad Oberhitze vorheizen. Je zwei Spargelstangen mit ein bis zwei Scheiben Parmaschinken umwickeln. Die Spargel-Päckchen nebeneinander in eine Auflaufform legen.
Den Parmesan auf einer feinen Reibe reiben. Die Kirschtomaten vierteln und über sowie zwischen den Spargelstangen verteilen.
Die Sahne in einer kleinen Schüssel mit dem Saft und dem Abrieb der Zitrone sowie Salz und Pfeffer vermischen und über den Spargen schütten.
Nun noch den frisch geriebenen Parmesan und die Brösel darüber streuen uns alles im heißen Backofen ca. 10 bis 15 Minuten überbacken, bis der Käse schön braun ist.
Während der Spargel im Ofen ist, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und kurz vor dem Servieren über den gratinierten Spargel geben.
Berlin-kocht-Dreh-Spargelhof-klaistow

Berlin Kocht Dreh auf dem Spargelhof Klaistow

Hüpfhüpf

hüpf hüpf..

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Holunderblüten-Sirup – Geschenke aus der Küche V.

Holunderblüten Sirup

Verrückt, was die Natur alles kann. An diesem Wochenende hat sie mich mit dem unfassbar intensiven Aroma ihrer Holunderblüten überrascht.

Holunderblüten pflücken

Ich war mal wieder im wunderschönen Leipzig. Dort gab es auf einem kleinen Hof-Flohmarkt eine selbst gemachte Holunderbowle. Ich konnte kaum glauben, wie stark der holundrige Geschmack nur durch ein paar Blüten im Sektgemisch war. SOFORT NACHMACHEN!

Auf dem Weg zurück nach Hause fuhr ich mit dem Auto an einem Waldweg ran, schnappte mir ein schönes Körbchen (damit macht das Sammeln nämlich doppelt Spaß) und pflückte Unmengen von Holunderblüten (und Brennnesselstiche…)

Bei Rossmann kaufte ich dann noch schnell ein kleines Döschen Zitronensäure, im Supermarkt drei Pakete Zucker und setzte meinen Sirup auf.

Heute stehen auf meinem Balkon drei Flaschen mit dem holundrigsten Sirup, den ich je geschmeckt habe. Ganz ohne den künstlichen Nachgeschmack, den der Supermarkt-Sirup oft hat. Ich werde ihn verschenken, ihn mit Mineralwasser oder Sekt aufgießen oder einen Obstsalat damit süßen. Erneutes Fazit : Selbstmachen fetzt so sehr!

Holunderpflanzen stehen übrigens überall. Wenn man darauf achtet, entdeckt man sie beinahe an jedem Weges- oder Straßenrand. Für den Sirup empfehle ich allerdings das Blütenpflücken abseits jeder Straße. Denn Abgase sollen natürlich nicht mit in die süßen Flaschen.

Holunderblüten

Zutaten für zwei Liter Sirup

  • 2 Liter Wasser
  • 2,5 Kilo Zucker
  • 100 g Zitronensäure/Ascorbinsäure (gibt es in der Drogerie unter Vitamin C)
  • 30 Holunderblütendolden

Das Wasser mit dem Zucker in einem großen Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

In der Zwischenzeit die Blüten in stehendem Wasser, also nicht unter laufendem Wasserhahn kurz waschen und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. (Noch aromatischer wird der Sirup allerdings, wenn man die Blüten nicht wäscht). Wenn der Zucker gelöst ist, die Zitronensäure einrühren und anschließend die Blüten hinzugeben und vorsichtig unter Wasser drücken. Den Topf nun mit einem Deckel verschließen und die Blüten einen Tag lang in dem Zucker-Wasser ziehen lassen.

Den Sirup anschließend durch ein Sieb geben und in hübsche Flaschen füllen. Gekühlt hält der Sirup mehrere Monate.

Sirup kochen

Holunderblüten-Sirup

 Falls Ihr Lust habt, noch mehr Geschenke aus der Küche nachzumachen, dann findet Ihr hier noch mehr Ideen von mir!

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So einfach macht man Erdbeereis ohne Eismaschine

Erdbeereis

Juchuuu, endlich ist es warm draußen. Richtig heiß sogar. Und für mich, die es sowieso keinen Tag ohne Eis aushält, gilt es, nun den Eiskonsum zu verdoppeln.

Dafür immer zur Eisdiele zu gehen ist anstrengend und mit unter auch etwas teuer (es sei denn, man hat einen Eis-Kuchen-Deal). Viel einfacher ist es, wenn man zu Hause jederzeit fruchtiges und cremiges Erdbeereis selbst herstellen kann.

Alles was Ihr dafür braucht, ist ein Gefrierfach und einen Pürierstab. Und damit Ihr ganz genau sehen könnt, wie es geht, habe ich ein kleines Video dazu gedreht…

 

Hier die Zutaten für vier Personen:

  • 1 Paket gefrorere Erdbeeren (300 g)
  • 200 ml Sahne (oder 200 ml Milch)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL frischer Zitronensaft
  • frische Minze

Die Erdbeeren in ein hohes Gefäß geben. Die Sahne, den Vanillezucker und den Zucker darauf schütten. Zitronensaft und einige Blätter Minze hineingeben und mit dem Mixstab fein pürieren. (Das dauert einige Minuten)

Das Eis mit einem Minzblatt garniert servieren.

 

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Geschenke aus der Küche IV: Denn am 11. Mai ist Muttertag…

Erdbeeren zum Muttertag

Was schenkt Ihr Eurer Mama eigentlich zum Muttertag? (Ja, der ist schon am nächsten Sonntag 😉 )

Denn auch wenn sie sagt, sie möchte keine Geschenke, bin ich mir sicher, dass man jeder Mutter mit einer kleinen Aufmerksamkeit eine riesengroße Freude machen kann. Dabei muss es ja auch kein teures Geschenk sein. Im Gegenteil, eine selbst gemachte Kleinigkeit – wie etwa ein fruchtiger Erdbeerkuchen – wird ihr den Tag wunderbar versüßen.

Anbei deswegen ein einfaches, schnelles und vor allem hübsches Rezept für Erdbeertörtchen. Und wenn Euch die Herzformen zu kitschig sind, könnt Ihr natürlich auch einfach eine kleine Kuchen- oder Tarteform benutzen.

Ich wünsche allen Mamas da draußen und vor allem meiner jedenfalls einen tollen Muttertag. Ihr habt ihn Euch mehr als verdient!

Zutaten für eine 18 cm Springform oder vier kleine Herzformen (Ich habe Keks-Ausstecher benutzt)

Mürbeteig:

  • 100 g Mehl
  • 50 g kalte Butter
  • 25 g Puderzucker
  • 1 kleines Ei
  • 1 Prise Salz

Vanille-Creme:

  • 150 g Creme Fraiche (die fettreduzierte ist auch ok)
  • 100 g Sahne geschlagen
  • 1 EL Puderzucker
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote

Belag:

  • 300 g Erdbeeren
  • 2 EL Puderzucker
  • 4 Minzblätter zum Verzieren

Das Mehl auf die Arbeitsplatte schütten, in der Mitte ein Loch formen. Butter in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Ei in das Loch setzen, eine Prise Salz darauf geben und alles rasch mit den Händen zu einen glatten Teig verarbeiten.

Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen,  die Creme Fraiche mit dem Puderzucker und dem Abrieb der Zitrone sowie dem Mark aus der Vanilleschote verrühren, anschließend die Sahne unterheben. Kalt stellen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Formen darauf platzieren.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und vorsichtig in die Formen legen. Mit den Fingern einen kleinen Rand hochziehen. Wer will, kann den Rand noch mit den Zacken einer Gabel verzieren.

Den Teigboden mehrere Male mit einer Gabel einstechen und das Blech für etwa 20 bis 25 Minuten in den Ofen schieben. Dabei schauen, dass die Törtchen nicht zu braun werden. Gegebenenfalls eher herausnehmen.

Die Böden vollständig auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und mit der Vanillecreme bestreichen. Die Erdbeeren putzen, in Scheiben schneiden und fächerartig auf der Creme verteilen. Das Ganze mit reichlich Puderzucker und Minze dekorieren.

Vanille-Erdbeeren

Herz-Formen

 

Teig-Form

Den Teig vorsichtig in die Förmchen drücken.

Gabel

Mit einer Gabel kann man den Rand verzieren.

 

Leckere Erdbeeren

Lecker

 

 

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Geschenke aus der Küche Teil III: (Farben)frohe Ostern!

Cakepop Ostereier

Über die Feiertage hatte ich endlich mal wieder Zeit, um Geschenke aus der Küche zu machen. Denn Selbstgemachtes fetzt auch an Ostern!

Statt normalen Schoko-Eiern verschenke ich in diesem Jahr bunt verzierte Cake-Pop-Eier. Drinnen ist Möhrchen-Teig, dann haben auch die Häschen was davon…

Ich habe dafür den Teig für die Carrot-Cake-Cupcakes genommen und nach dem Backen vier der Törtchen mit Puderzucker, Butter und Frischkäse vermischt, versucht einigermaßen gleichmäßige Eier daraus zu formen (das war gar nicht mal sooo leicht) und die Teile anschließend in Glasur getaucht und bunt verziert.

Zwar waren die bunten Zucker-Kügelchen am Ende nicht nur auf den kleinen Kuchen, sondern auch auf dem gesamten Küchenboden verteilt, aber der Anblick der bunten Eier entschädigt dann all die Putzarbeit…

In diesem Sinne: Euch und euren Familien ein tolles Osterfest!

Ich gehe heute Abend übrigens noch zu Alexander Herrmann – meinen Gutschein von Weihnachten einlösen. Wie es war, werde ich natürlich hier berichten…

Die Zutaten für 10 bunte Kuchen-Eier

  • 4 Cupcakes
  • 1 EL Puderzucker
  • 1 EL Frischkäse
  • 1 EL Butter
  • 1 große Prise Zimt
  • Muskatnuss frisch gerieben

Zum Verzieren:

  • Kuchenglasur (Am einfachsten geht es mit fertiger Vanilleglasur im Plastiktöpfchen)
  • Bunte Perlen zum Verzieren
  • Kokosraspeln
  • Lolli-Stiele (Gibt es im Fachhandel zu kaufen. Wer handwerklich begabt ist, kann auch chinesische Essstäbchen aus Holz absägen und die Schnittstelle mit Schmirgelpapier bearbeiten.)

Den Frischkäse mit der  Butter, dem Puderzucker gut verrühren. Die Küchlein in einer Schüssel mit den Fingern fein zerbröseln, mit der Frischkäsecreme mischen, würzen und mit den Händen kleine Eier daraus formen. Die Eier vorsichtig auf einen Stiel Stecken und kurz in den Kühlschrank legen.

Inzwischen die Glasur in einem schmalen Gefäß schmelzen. Oder das Töpfchen erwärmen. Den Stiel ca. zwei cm in die Glasur tauchen und in die Kugel stecken und wieder kaltstellen (ansonsten halten die Kugeln nicht am Stiel). Anschließend die Eier ganz in die Glasur tauchen, abtropfen lassen und nach Lust und Laune verzieren. Zum Beispiel in Kokosraspeln wälzen, Mandelöhrchen aufstecken oder mit bunten Zuckerperlen bestreuen.

Schön ist es, wenn man die fertigen Eier mit einem Stück Folie und einem bunten Band einpackt und in grünes Kunstgras legt.

Zwei_Gesichter

Cakepops für Ostern

Cakepops für Ostern

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Geschmorte Lammkeule schmeckt nicht nur an Ostern.

Lammkeule

Habt Ihr schon einen Plan für Ostern? Ich meine einen kulinarischen? Bei mir gab es früher zum Fest bei meiner Mama immer einen klassischen Lammbraten. Das hatte aber nichts mit dem Opferlamm oder einer anderen religiösen Tradition zu tun – sondern viel mehr mit einfach lecker.

Wie Ihr wisst, mag ich Traditionen, also möchte ich auch diese erhalten. Und damit am Festwochenende nichts schief geht, habe ich die Lammkeule für Euch und mich schon einmal Probe gekocht.

Fazit: empfehlenswert! Damit könnt ihr am Ostersonntag garantiert die ganze Familie samt Schwiegereltern beeindrucken. Und während die Keule sich im Ofen quasi von selbst kocht, bleibt währendessen auch noch genug Zeit zum Eiersuchen.

Lammkeule mit Auberginen und Ofenkartoffeln

Lammkeule

Zutaten für 4 Personen

Für die Lammkeule:

  • 1 Lammkeule (ca. 1,5 kg)
  • 2 TL Kräuter der Provence
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 bis 5 Knoblauchzehen (oder auch mehr, hihi)
  • 2 große Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 kleine Dose stückige Tomaten
  • 150 ml Lammfond (oder Brühe)
  • 100 ml Rotwein (muss aber auch nicht, wenn Kinder mit essen)
  • 2 Auberginen
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Bio-Zitrone

Für die Kartoffeln:

  • 800 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 Zweige Rosmarin
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Lammkeule mit einem scharfen Messer von groben Fettstücken befreien. Anschließend mit den Kräutern der Provence, Salz, Pfeffer und 2 EL Öl einreiben. Die Rosmarin Blätter abzupfen und ebenfalls auf das Fleisch geben. Dann kleine Schnitte in das Fleisch schneiden und die Knoblauchzehen darin „verstecken“.
Versteckter Knoblauch
Anschließend die Möhren und die Zwiebeln in Scheiben schneiden und zusammen mit der Lammkeule in eine feuerfeste Form geben. Die Tomaten um die Lammkeule rundherum verteilen, den Rotwein und den Fond angießen und das Ganze mit einem großen Bogen Alufolie luftdicht abdecken.
lamm_detail
Nun das abgedeckte Fleisch in den Ofen geben und abgedeckt ca. 2 Stunden schmoren lassen.
In der Zwischenzeit die Auberginen grob würfeln.
Nach Ablauf der zwei Stunden die Alufolie vom Fleisch entfernen und die Auberginen mit zum Lamm geben. Die Hitze auf 200 Grad erhöhen und die Lammkeule eine weitere Stunde garen, bis sie schön braun geworden ist. Die Keule zwischendurch zwei bis drei mal mit Hilfe eines Löffels mit dem Bratensud begießen und das Gemüse umrühren.
Achtung die Kartoffeln nicht vergessen!
Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit Olivenöl und den Gewürzen vermengen. Für 40 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech mit im Lamm-Ofen backen. Eventuell zwischendurch einmal wenden.
Zurück zum Lamm… Nach Ende der Garzeit das Lamm aus dem Ofen nehmen und die Soße mit Zucker, einer Prise Zimt und nochmals Salz und Pfeffer abschmecken.
Kurz vor dem Servieren noch abgeriebene Zitronenschale darüberstreuen. Das Lamm zusammen mit mit den Kartoffeln und vielleicht einem Klecks Knoblauchjoghurt servieren.  Als Nachtisch eignen sich Schoko-Ostereier. Ich empfehle die mit Nougat 🙂
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Kartoffelecken
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