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Rezept für fluffige Weizenbrötchen – meine besten Backtipps

Brötchen backen

Was wir Menschen auf der ganzen Welt seit Jahrtausenden tun, hatte mir immer Angst gemacht. Bis ich es probiert hatte und jetzt liebe ich es: das Brot backen. Ich gebe zu, ein gutes Brötchen zu produzieren ist nicht ganz unaufwendig, aber es lohnt sich und mit ein paar Backtipps wird das Ergebnis schnell perfekt. Versprochen!

Der Teig

Wird es ein kernigeres Roggenbrot, ein saftiges Vollkornbrot oder luftige Weizen-Brötchen? Egal welche Brotsorte: das Mehl kommt zusammen mit Hefe und Wasser in die Küchenmaschine. Mit der Hand ist das Kneten romantisch und ursprünglich aber viel zu anstregend. Wenn ich ganz viel Zeit habe, setze ich sogar noch einen Vorteig an. (Siehe Rezept unten) Dann kommt eine Prise Zucker, das mag die Hefe. Später Salz, immer mehr als man denken würde und ein bisschen Öl oder Butter. Nach dem Kneten muss der Teig ruhen. Geduld ist nicht meine Stärke, aber es lohnt sich. Denn wenn ich die Folie abnehme, freue ich mich wie ein kleines Kind darüber, dass der Teig fast aus der Schüssel gewachsen ist.

 

 

Das Backen

Dann kommt der Schritt, der mein Backen revolitionierte. Ich lege die geformten Laibe in eine Ofenform mit Deckel. Erst nach fünf bis zehn Minuten Backzeit wird dieser entfernt und das Backwerk kann bräunen. Genau so lange, bis die ganze Wohnung nach frisch Gebackenem riecht und man es kaum erwarten kann, ein Stück Butter auf dem lauwarmen Brötchen schmelzen zu lassen…

Jetzt wird’s konkret!

Ich habe mir mein Rezept über Wochen selbst zusammen gebaut. Es lässt sich ganz leicht mit verschiedenen Mehlen und Gewürzen variieren. Denkt nur dran, dass Vollkornmehl nicht ganz so schön luftig wird wie 405 Weizenmehl. Nicht dass Ihr dann am Ende enttäuscht seid… 😉

Brötchen backen

Rezept für fluffige Weizenbrötchen

  • 500 g Mehl
  • 300 ml Wasser
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 20 g weiche Butter
  • Mohn, Kümmel, grobes Meersalz, Sesam…

1. Ich starte die Brötchen mit einem Vorteig. Dabei werden 200 g Mehl mit 200 ml Wasser vermengt. Das darf dann ein paar Stunden bei Zimmertemperatur vor sich hinblubbern. Gerne auch über Nacht.

2. Danach kommen noch 300 g Mehl, die Hefe, der Zucker und nochmals 100 ml Wasser dazu. Dann wird erst einmal ordentlich geknetet. Nach ca. zehn Minuten gebe ich das Salz und die weiche Butter dazu. Dann heißt es wieder fünf Minuten kneten.

3. Der Teig sollte nun ganz leicht klebrig sein. Ich gebe ihn in eine Schüssel. Dann kommt Klarsichtfolie drüber und nun heißt es ruhen lassen. Der Teig sollte mindestens eine Stunde gehen und seine Größe verdoppelt haben. Ihr habt mehr Zeit? Umso besser!(Tipp: Man kann den Teig auch langsam über Nach im Kühlschrank gehen lassen.)

4. Dann gehts ans Ausrollen. Zuerst kurz die Hefegase aus dem Teig drücken, dann ohne viel Kneten zu einer Teigrolle oder gleich zu Laiben formen. Ich schneide den Teig mit einer Teigkarte am liebsten in Dreiecke – sieht hübsch und besonders aus. Zum Verzieren die rohen Brötchen erst in Wasser und dann in Kümmel, Sesam, etc. tunken. Dann kommen die Teiglinge in eine Backform und müssen – ganz genau – nochmals abgedeckt ruhen. Am besten 30 Minuten. In der Zeit kann der Backofen schon einmal auf 220 Grad vorheizen.

5. Nach dem Ruhen kommt die Form samt Deckel in den Ofen. Nach etwa 7 Minuten entferne ich den Deckel und lasse die Brötchen bräunen. Je nach Backofen sind sie dann nach weiteren 20 Minuten fertig. Juchu!

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Wärmende indische Linsensuppe für den ungemütlichen Februar

Indische Linsensuppe

Februar ist wohl der ungemütlichste Monat bei uns in Deutschland. Es ist kalt, der Wind pfeift und wenn es nicht schneit, regnet es ganz bestimmt. Der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo sind letzte Woche dann auch noch die Lebensmittel ausgegangen…

Wärmende indische Linsensuppe mit Hackbällchen

Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, 30 Liter Suppe für Obdachlose zu kochen, habe ich sofort zugesagt. Initiert wurde die Aktion vom Feinschmecker Festival eat! Berlin und den Wilmersdorfer Arkarden. Eine Woche lang haben bekannte Köche aus der Stadt täglich für Bedürftige gekocht. Ich war am Mittwoch dran!

Nach dem Einkauf habe ich in der Küche der Stadtmission in Moabit alles geschnibbelt, gebraten und gerührt. Mit dem riesengroßen Topf ging es dann ab an den Zoo zur Suppenausgabe. Dort warteten schon unzählige Wohnungslose auf ihre warme Mahlzeit.

An diesem Tag erschienen die eigenen Probleme plötzlich ganz klein und ich war froh, den Männern und Frauen vor der Stadtmission am Berliner Zoo mit meiner Suppe eine Freude machen zu können.

Die Suppe hat allen ganz wunderbar geschmeckt und ich bin ganz sicher, sie schmeckt auch in kleineren Mengen. 🙂

Indische Linsensuppe

Deswegen hier mein Rezept für Euch zum Nachkochen!

Indische Linsensuppe mit Wirsing und Hackbällchen

Zutaten für 4 bis 6 Personen

  • 250 g rote Linsen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 Daumen großes Stück Ingwer
  • 4 EL Öl
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 500 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
  • ½ Wirsing
  • 3 bis 4 frische, grobe Bratwürste
  • Salz
  • 1 TL Zucker
  • 2 EL Essig oder Zitronensaft, frisch gepresst
  • 3 EL Sojasoße
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 200 g griechischer Joghurt
  • 1 kleines Bund Koriandergrün, frisch gehackt

Zubereitung:

1. Die Linsen mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Knoblauch und Zwiebeln schälen, fein würfeln. Den Ingwer fein reiben. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen.

2. Dann Zimt, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer dazu geben und ca. 2 Minuten weiter rösten. Dann mit Kokosmilch und Brühe ablöschen. Die Linsen mit in den Topf geben und ca. 20 Minuten weich köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Wirsing vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. Die Wurstmasse als kleine Klösschen aus der Pelle drücken.

3. Wenn die Linsen weich sind, den Wirsing dazu geben und alles mit Salz, Zucker, Essig oder Zitronensaft, 2 EL Sojasoße und Pfeffer kräftig abschmecken.

4. Die Mettbällchen in einer Pfanne im restlichen Öl knusprig braten, mit einem EL Sojasoße würzen und ganz zum Schluss zur Suppe geben.

5. Die heiße Suppe mit einem Klecks kaltem Joghurt und frisch gehacktem Koriander servieren.

 

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Camping-Küche deluxe! Beinscheiben-Ragout und Thymian-Walnuss-Stockbrot

Wer mich kennt, weiß inzwischen: Ich verreise gern. Wer mich noch besser kennt, weiß, ich liebe Campen. Am allerliebsten natürlich wild und mit köstlichem Essen. Alles was man für die Hotelübernachtung spart, wird quasi sofort in tolle Lebensmittel investiert. Camping-Küche deluxe!

Kochen und Campen!

Wunderbar und witzig, dass ich jetzt für eine Camping-Zeitschrift die Kochseiten füllen darf. In der ersten Ausgabe der Auto Bild Reisemobil haben wir in Brandenburg (trotz des Winters) am Campingplatz Ruhlsdorf Lagerfeuer gemacht, im Dutch Oven Rinderbeinscheiben geschmort und Walnuss-Thymian-Stockbrot gebacken.

Herrjee war das romantisch und lecker. Ich kann es kaum erwarten, dass der Sommer kommt. Denn dann kann man dort auch übernachten. Ich habe mir vorsichtshalber schon Mal einen Zeltplatz reserviert! 🙂

Für alle, die lieber in richtigen Betten schlafen: Dieses Rezept kann man auch sehr gut im Backofen machen. Sowohl das Ragout, als auch das Stockbrot. In den jeweiligen Rezepten vermerke ich für Euch, was Ihr dann bei der Zubereitung beachten müsst! Viel Spaß beim Nachkochen!

Beinscheiben-Ragout mit Pinienkern-Gremolata

  • 1 Zwiebel
  • 2 große Möhren
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • Knoblauch
  • 2 EL neutrales Öl
  • 4 Rinderbeinscheiben mit viel Fleisch und verhältnismäßig wenig Knochen
  • (à ca. 300 g)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 Liter trockener Rotwein
  • 400 ml Rinderfond
  • 1 Zimtstange
  • 3 Zweige frischer Rosmarin
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 50 g Pinienkerne
  1. Die Zwiebel, die Möhren, den Sellerie und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Topf vorheizen, das Öl hinein geben und das Fleisch von beiden Seiten kräftig anbraten. Dann das Fleisch raus nehmen und die Gemüsewürfel anbraten. Nun Tomatenmark und Zucker kurz mitrösten. Dann das Mehl über das Gemüse geben, verrühren und dann mit Rotwein und Brühe ablöschen. Zimtstange und Rosmarin in den Sud geben, das Fleisch darauflegen, salzen und pfeffern und Deckel darauf. Nun 3 Stunden bei geringer Wärme am Feuer schmoren. (Im Backofen bei 150 Grad)
  3. Dann den Deckel öffnen, das Mark aus Knochen kratzen und unter die Sauce rühren. Zum Schluss alles mit der sogenannten Gremolata verfeinern. Dazu Petersilie, abgeriebene Zitronenschale und Pinienkerne fein hacken und im Topf über das Fleisch streuen.

 

Walnuss-Thymian-Stockbrot

  • 250 ml Wasser
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Honig
  • 80 g Walnüsse ohne Schale
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 1 TL Salz
  • 2 EL neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

 

1. Das Wasser lauwarm erwärmen und mit dem Mehl, der Hefe und dem Honig mischen. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und in der Nähe des Feuers ca. 40 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Walnusskerne grob hacken und die Thymian-Blätter vorsichtig von den Stielen streifen. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, die Walnusskerne, Honig, Salz, Öl und Thymian vorsichtig unterkneten. Den Teig nochmals abgedeckt ruhen lassen.

2. Den Teig um einen Stock (keine Nadelhölzer verwenden) wickeln und am Feuer rundherum knusprig backen. .

Im Backofen: Den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig kleine Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zugedeckt nochmals 10 Minuten ruhen lassen. Dann eine Tasse Wasser auf den Boden des heißen Backofens schütten und die Brötchen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Und so sieht meine Camping-Küche dann gedruckt aus.:)

 

Vielen Dank an Thomas Starck für die spitzen Fotos! Ich freue mich schon auf die nächste Produktion!

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Top 5 – die besten Gerichte in Vietnam! Gerollt, gewickelt, gedippt..

Ich habe mich verliebt.

Verliebt in ein Land, das so freundlich, warm, warmherzig, modern, chaotisch, traditionell und vor allem lecker ist, dass ich jetzt schon meinen nächsten Trip dort hin plane.

Gerollt, gewickelt, gedippt. So isst man in Vietnam!

Am meisten beeindruckt hat mich natürlich das Essen. Ich wohne in Berlin. Dort kennt man vietnamesische Imbisse, ich weiß, was Bun Bo Nam Bo und Pho ist, ich kenne Sommerrollen.

Was ich nicht wusste, wie vielfältig, frisch und gesund das Essen in Vietnam wirklich ist. Und wie viel gewickelt wird!

 

Das schönste am Essen dort: Man teilt! Immer werden alle Gerichte und Zutaten in die Tischmitte gestellt und gemeinsam gegessen bzw. genascht. Es geht in Vietnam nämlich augenscheinlich nicht darum, zu schlingen und schnell satt zu werden, es geht um den Genuss!

Vietnamesen essen oft, gar ständig, aber nie so richtig viel. Und sie rollen. Alles und jede Zutat ein. In Reisblätter, Salat oder beides.

Ich bin vernarrt in diese Art zu Essen. Ich mag es zu teilen, gemeinsam aus großen Schüsseln zu nehmen und das Gericht am Tisch fertig zu stellen. (Dann hab ich immer das Gefühl, noch ein bisschen selbst zu kochen, hihi)

Doch was schmeckt am besten? Ich habe für Euch eine Liste meiner 5 gewickelten Favoriten zusammen gestellt!

Top 5 – die besten Gerichte in Vietnam!

5. Pork and Shrimp Muffins

Fisch Cake

Dieses salzige, frittierte Gebäck durfte ich auf der Food Tour in Can Tho im Mekong Delta probieren. Und ganz ehrlich, ohne den Guide wäre ich nie auf die Idee gekommen, in diesem Laden zu essen: Eine riesige Frittiertstation, in der undefinierbare Teiglinge doppelt gebacken werden, umgeben von Neonlicht hätten mich nicht zum Reingehen überzeugt. Aber…

Die Tatsache, dass die knusprigen Umami-Muffins aber mit unzähligen Blättern und einem frischen Fishsaucen-Dip serviert werden, hat das ganze zu einem besonderen Geschmackerlebnis gemacht. Und ganz ehrlich: Ich habe noch NIE etwas so knuspriges gegessen. Der doppelten Stärkeschicht sei Dank!

Fisch Cake

4. Schweineohr-Rollen

Oh, ich gebe zu: Dieses Gericht war zu erst mehr ein Versehen…

Nach zwei Wochen wussten wir zumindest, was Schweinefleisch auf Vietnamesisch heißt. Also bestellten wir ein Roll-Gericht mit Schwein. Kleiner Haken: Das Wort für Ohrkannten wir nicht. Naja, das passiert eben, wenn man da Essen will, wo nur die Einheimischen Essen, die kein Wort Englisch sprechen…. 😉 Die Ohren waren gekocht und dann in frittierten, gemahlenen Schweineschwarten gewendet. Es war tatsächlich überraschend lecker und wir fühlten uns sehr stolz und mutig, den ganzen Teller aufgegessen zu haben! Allein deswegen ist mir das Gericht sehr positiv in Erinnerung geblieben.

3. Heringssalat mit Erdnüssen und Chili – Gỏi cá mai

Heringssalat kannte ich. Mit extra viel Mayo, Kartoffeln und sauren Gurken. Nicht gerade ein Gericht, dass ich mir bei 30 Grad im Schatten bestellen würde. Diesen Heringssalat hingegen schon!

Kennen lernen durfte ich ihn auf der Insel Phu Quoc. Und er schmeckt so unfassbar köstlich und frisch. Bestellt hätte ich mir dieses Gericht von allein nie. Zu präsent ist war die Vorstellung von supersaurem Hering mit extra viel Zwiebeln aus Deutschland. Aber da mich grundsätzlich nicht nur meine Bestellung sondern auch von alle anderen Gästen im Lokal brennend interessiert, konnte ich mir abgucken, was offensichtlich alle anderen hier ordern.

An den Tisch gekommen sind roh marnierte Heringe mit Limette und Fischsauce, bestreut mit extra, extra viel Erdnüssen, Kokosraspeln und selbst gemachten Röst-Schalotten. Dazu gab es wieder jede Menge knusprige Reisblätter, Salat und eine Orangen-Ernuss-Dippingsauce. Oh man, war das gut. So gut, dass wir am letzten Tag auf Phu Quoc nochmals in den gleichen Laden gegangen sind und vor lauter Esserei fast unseren Flieger verpasst hätten…

Das Reispapier in Vietnam war in den meisten Fällen viel dünner als das, das man hier kaufen kann. Man kann es ohne einweichen benutzen und es ist ein wenig knusprig im Gegensatz zur Latex ähnlichen Konsistenz von dem Papier das ich bislang kannte.

 2. Elefantenohr-Fisch

Auf unserer Mekong-Tour in Ben Tre, die wir über das liebevoll familiäre Hotel Oasis gebucht hatten, wurden wir mittags mit diesem unglaublich aussehenden Essen überrascht:

Boah! Es war ein Elefantenohr-Fisch im ganzen frittiert. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie knusprig und abgefahren das geschmeckt hat? Gewickelt wird das zarte Fleisch in hauchdünnes Reispapier zusammen mit Gurke, Salat und süßer Ananas. Die Kombination aus Fisch und Obst ist eine Verbindung, die man in Vietnam sehr oft serviert bekommt.

 

Selbst komplett kahl gezupft sieht dieser Fisch noch mega spektakulär aus, oder?!

1. Bò Lá Lốt

Mein absoluter Favorit in Vietnam Bò Lá Lốt! Ein Gericht bei dem Rindfleisch – das „Bò“ – in Betelblätter gewickelt und gegrillt wird, um dann wiederum in Reisblätter verpackt zu werden.

 

s eine Gericht. Zu den Röllchen werden stets scharfe Fischsauce, Sternfrucht, Salat, hauchfeine Reisnudeln und Reisblätter serviert. Die Rindfleisch-Röllchen werden nach dem BBQ mit einer Art von Mayonnaise und Erdnüssen bestreut. Alles zusammen eingerollt schmeckt so herzhaft, rauchig, frisch und würzig, dass es sich schon für dieses Gericht lohnen würde, wieder nach HO Chi Minh zu fliegen! Ehrlich!

 

Der Familienpapa grillt die Rindfleisch-Röllchen übrigens direkt auf der Straße. Zu- und Abluft geschieht mit Hilfe von alten PC-Lüftern. Kreativ muss man eben sein!

Außer Konkurrenz…

 Sommerrollen (Fresh Spring Rolls) und Frühlingsrollen

In Vietnam gibt es neben lauter verrückten Rollen auch zwei Sorten, die es bei uns auch gibt. Zum einen die frischen Sommerrollen und verrückter Weise schmecken sie in Vietnam ähnlich fad wie bei uns… Egal, in die richtige Fischsaucen Mixtur getunkt, finde ich sie natürlich trotzdem spitze. Bei dem Ausblick ohnehin…

Würziger sind die frittierten Frühlingsrollen, deren Teig viel dünner ist als bei uns. Gefüllt sind sie meist mit Schweinehack und Garnelen, was das ganze besonders spannend macht.


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Herbst-Freuden: Koriander-Hähnchen mit Butternut-Kürbis aus dem Ofen

Ich habe das ultimative Herbsgericht gefunden! Jetzt muss ich es unbedingt an Euch weiter geben.

Knuspriges Koriander-Hähnchen mit Kürbis und Schalotten auf einem Blech gebacken. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie lecker es ist, wenn der süßlich-cremige Kürbis zusammen mit dem würzigen Fleisch röstet?

Das Gericht habe ich meinem Freund zu verdanken, der mich gerne dazu „zwingt“, neue Kombinationen auszuprobieren. Beim Einkaufen hieß es:“Ich möchte Fleisch mit Gemüse, aber auf keinen Fall so wie sonst!“. Ok, ok…

Also fielen unsere Klassiker wie Sellerie-Pürree mit Rumpsteak, gebratener Blumenkohl mit Sesam oder Rote Beete Salat mit Lammkebabs schon mal weg. Manchmal macht er mich ganz wahnsinnig mit diesen neuen Wünschen, denn schließlich möchte ich beim gemeinsamen Abendessen weder ihn noch meine Kreativität enttäuschen. Fakt ist: Gerade an diesen „Was sollen wir  bloß Essen“-Tagen entstehen wunderbare neue Alltags-Gerichte, die dann auch ruhig wieder zu Klassikern werden dürfen…

Da ich Lust auf knusprige Hähnchenhaut hatte und gebackenen Kürbis liebe, entschied ich mich, beides zusammen im Backofen zu rösten. Der Koriandersamen sollte dabei nicht nur einen tollen Geschmack, sondern auch noch eine tolle knusprige Konsistenz geben – ein wunderbarer Kontrast zum cremigen Kürbis.

Hach, jetzt habe ich aber genug geschwärmt und hoffe, Euch richtig Appetit gemacht zu haben. Meine Empfehlung: Dringend nachmachen! Vielleicht habt auch Ihr dann einen neuen Alltags-Klassiker….

Zutaten für vier Personen, Zubereitungszeit inkl. Backzeit ca. 50 Minuten

  • 3 EL Koriandersamen
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Salz (am besten grobes Meersalz), plus etwas mehr
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 Hähnchenschenkel (am besten bio)
  • 120 ml Wasser
  • 1 mittelgroßer Butternut-Kürbis
  • 5 Schalotten
  • 200 g cremiger Joghurt
  • einige Blätter Koriandergrün

1. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Koriandersamen in einen Mörser geben und grob zerstößeln. Die Knoblauchzehen schälen. Anschließend einen halben Teelöffel Salz sowie die geschälten Zehen zum Koriander geben und mit dem Knoblauch mittelfein zerstoßen. Drei Esslöffel Olivenöl dazu geben und mit den Gewürzen vermischen.

2. Die Hähnchenschenkel putzen (überschüssiges Fett und Blut entfernen) und mit zwei Dritteln der Gewürzpaste einreiben. Das Fleisch mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen, ca 200 ml Wasser mit auf das Blech geben und die Schenkel erst einmal 20 Minuten lang rösten. Nach 10 vergangenen Minuten das Fleisch einmal mit dem Wasser vom Blech begießen.

3. Während das Fleisch röstet, den Kürbis schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und vierteln. Den Kürbis mit den Schalotten, der restlichen Gewürzpaste sowie einem weiteren Esslöffel Olivenöl und etwas Salz vermengen und das Gemüse nach den beschriebenen 20 Minuten um die Hähnchenschenkel herum auf dem Blech verteilen.

4. Nach weiteren zehn Minuten den Kürbis einmal wenden und die Schenkel mit ein wenig Salz bestreuen. Das bewirkt, dass die Haut schön knusprig wird. Dann die Oberhitze des Backofens einschalten und ca. fünf bis zehn Minuten lang rösten. Dabei ständig aufpassen, dass die Hähnchenschenkel nicht verbrennen. Nach insgesamt 35 bis 40 Minuten müsste der Kürbis schön weich und das Hähnchen knusprig braun sein. Ansonsten die Oberhitze nochmals ausschalten und alles nochmals fünf Minuten weiter garen.

5. Zum Anrichten das Hähnchen mit etwas Joghurt und frischem Koriander bestreut servieren.

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Wertewochen Lebensmittel 2015 – Essen gemeinsam kennen lernen!

„Tomaten!“ rufen und Bao, Nikki und Kenan gleichzeitig auf die Frage, was denn eigentlich der Hauptbestandteil von Ketchup sei. Als sie dann in eifriger Gruppenarbeit zu dritt in nur zehn Minuten einen fruchtigen, gesunden Ketchup selbst zusammengerührt haben, stauen die Kids ungläubig. Aber die Verwunderung verwandelt sich schnell in Stolz. Mit dem Topf unterm Arm laufen die Jungs von Klassenkamerad zu Klassenkamerad und jeder muss die frisch gemachte Soße loben. Ich stehe daneben und grinse glücklich.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit Kindern koche und es liebe. Die Begeisterung, die Neugier und der Eifer sind beeindruckend. Jeder will helfen, rühren, probieren. Bei der Auftaktveranstaltung zu den „Wertewochen Lebensmittel 2015“ mit dem diesjährigen Thema „Ich kenne mein Essen“ durften gleich zwei Schulklassen gleichzeitig Saucen kochen, Pausenbrote belegen und gesunde Burger kreieren. Das Ziel war es, das kreativste und leckerste Pausenbrot zu machen. Die Aktion wurde von der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz initiiert und mit vielen fleißigen Helfern wie dem Senator Thomas Heilmann und Blogger Wurstsack im Cooking Club des Berliner Olympiastadions umgesetzt.

Mein Fazit: Ich kann immer nur wieder sagen, wie wichtig es ist, Kindern ein Bewusstsein für Lebensmittel an die Hand zu geben. Man sollte Kids probieren, ausprobieren und auch aussuchen zu lassen. Meiner Meinung nach sollte die Küche in einem Haushalt für die Kleinen kein unbekannter Raum, sondern ein sinnlich-interessanter Ort sein. Ich selbst durfte bereits als Kleinkind in der Küche helfen, schnibbeln und mitbestimmen. Schon damals habe ich Obst genauso gern gegessen wie Schokolade, Cola und Kuchen haben mich wenig interessiert, frisches Brot mit gebratenen Austernpilzen oder Spinat mit Spiegelei hingegen gehörten zu meinen Leibgerichten.

Heute spielt Essen eine herausragend wichtige Rolle in meinem Leben. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich die letzte TK-Pizza gegessen habe, würde einen gemeinsamen Kochabend jeder Kneipentour vorziehen, Lebensmittel weg zu schmeißen bereitet mir fast körperliche Schmerzen. Ich bin mir hundertprozentig  sicher: Die immer offene Küchentür hat viel dazu beigetragen…!

Hier eine kleine Anregung für den nächsten gemeinsamen Kochtag mit den Kids.

Fruchtiger Tomatenketchup

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 5 EL Tomatenmark
  • 200 ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • 3 EL Apfelmus
  • 1 große Prise gemahlener Zimt
  • 1 große Prise Currypulver
  • 1 EL Agavendicksaft (optional)

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch darin anschwitzen. Dann die Herdtemperatur reduzieren. Das Tomatenmark, die Brühe (oder Wasser), das Apfelmus, den Zimt sowie das Currypulver dazugeben. Wer es süß mag, kann jetzt noch einen Esslöffel Agavendicksaft dazugeben. Den Ketchup etwa zehn Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, anschließend mit dem Stabmixer pürieren.

 

Fotos: Christoph Schieder

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Pasta machen in der Toskana – die wohl schönste Familiensache der Welt.

Die Mama, die Oma, die Schwester, der kleine Sohn sowie Papa und Küchenchef Andrea: Alle zusammen stehen in der großen Küche mit dem lodernden Holzofen, kneten Pasta, rühren Ragout, pflücken Gemüse im Restaurant-Garten. Und das jeden Tag. Schöner kann ich mir ein Familienleben kaum vorstellen und auch die Familie Franci sieht ziemlich glücklich dabei aus.

Heute darf ich für einen Tag Teil der putzigen Patchwork-Sippe sein und Pasta machen. Genau genommen Trüffelpasta. Ich liiiiieeeebe Trüffel!

Aber von vorne. Am allerersten Abend in der Toskana wurde uns von unserem Gastgebern im Agritourismo die Trattoria Vallerana empfohlen. Dort aßen wir dann regionales Rind, jede Menge heimische Wurstspezialitäten und wunderbare, gefüllte Nudeln. Wie ich eben so bin, fragte ich dort beim Dessert den Kellner, ob man in der Küche wohl einmal beim Pastamachen zusehen könne… Beim Bezahlen wurden wir prompt für den nächsten Morgen um 10 Uhr in die Küche bestellt. Ob es ok sei, Ravioli mit Trüffel zu machen, das stünde ohnehin auf dem Tagesplan“ JAAAACKPOT!

Ein bisschen aufgeregt „Welches praktische Urlaubsoutfit wähle ich?, wie verständigen wir uns?, dürfen wir auch helfen oder nur zuschauen?“ stehen Tammo und ich pünktlich in der Küche. Dort liegen bereits schneeweiße Kochjacken und Schürzen für meinen Freund und mich bereit. Kurz wird die gesamte Familie vorgestellt (Mama, Oma, Schwester, Tante Sohn,…) und die Eier zum Tisch gebracht. Los gehts!

Während Küchenchef Andrea Franci 28 Eier, 2 Kilo Pastamehl und 1 Kilo Hartweizengries zusammenschüttet, erzählt er, dass er in Südtirol kochen, English und ein bisschen Deutsch gelernt hat.“ Dabei zeigt der Familienvater stolz den knallgelben Teig und erklärt, dass man ohne Pastamaschine noch ein paar Eier mehr nehmen müsse, etwa 10 Eier pro Kilo Mehl. So jedenfalls hätte es ihm seine Großmutter beigebracht.

Während die Nudelmasse in der großen Maschine knetet, kommt Andreas Mutter mit dem Ricotta und Probierlöffeln zum Arbeitstisch. Sie zeigt mir den Mangold, den Parmesan und die Trüffelcreme, die die Füllung so geschmackvoll machen. Dann darf ich alles kosten und würde am lieben die komplette Schüssel weg löffeln, aber dazu komme ich nicht. Denn nun müssen die Raviolis ausgerollt und gefüllt werden.

Dazu nehmen wir allerdings den Teig von gestern. “ Denn der neue muss ruhen“, erklärt Andrea. Eine kleine Portion für die Kids eine große für mich. Ich weiß nicht, ob Andrea nur feundlich sein will oder ich mich doch gar nicht so ungeschickt angestelle, auf jeden Fall darf ich nach einer kurzen Einführung plötzlich die gesammte Produktion übernehmen. Ausrollen, füllen, zukleben, ausstechen. WOW, macht das Spaß!

Während ich arbeite, läuft der Chef immer wieder zum Kühlhaus, präsentiert uns aufgeregt den marmorierten und monströsen Rinderrücken, der heute morgen frisch geliefert wurde, dann das passende Bild von dem Maremma-Rind auf seinem Handy, die Slow-Food-Wurst mit wildem Fenchel und die frischen Lamminnereien. „Die Gäste bekommen das Fleisch, wir behalten das Innere und Beste für die Familie.“ Aha, so geht Perso-Essen in der Maremma! Apropos… Ob wir nicht zum Mittagessen bleiben möchten. Es gäbe nichts Aufregendes… nur ein paar Spaghetti aglio olio, Lamm-Herz-Ragout, Trüffel-Crostini und Zucchini aus dem Garten…

Schon sitzen alle zusammen am großen Tisch im Wintergarten und ich weiß jetzt schon, dass dieses Erlebnis mein großes Urlaubshighlight sein wird!

Bella Toskana! Was ich in meinem ersten richtigen Italien-Urlaub alles erlebt habe

Es war mein erster Urlaub in Italien. Zumindest mein erster richtiger. Denn den Trip nach Venedig zur Biennale während des Kunst-Studiums oder das Wochenende zum Rom-Sightseeing kann man genauso wenig als richtigen Italien-Urlaub bezeichnen wie meine Schülerfreizeit mit dem Bus nach Rimini. Eine Fahrt mit dem Cinquecento durch die Toskana – zwischen Weinberg und Agritourismo – DAS ist Italien. 😉

Der Urlaub beginnt eigentlich schon zu Hause, wenn man erzählen kann, dass man gebucht hat. Denn jeder hat eine Meinung zur Toskana, jeder weiß, dass es dort romantisch, rustikal und lecker ist. Man hört Tipps von urigen Bauernhöfen, süffigen Weinstraßen und uralten Städtchen. Ich mag diese „vor dem Urlaub Unterhaltungen“. Ich liebe es, darüber zu spekulieren, wie es in einem Land wohl ist und was man dort isst. Besonders schön ist es, wenn sich vor Ort dann alles als ganz anders oder sogar besser heraus stellt.

Mein total subjektives Italien

Das Essen

Ich war mir sicher: Die Toskana ist die Region des Schlemmens, der Pasta, des Rotweins. Überall schmeckt es fabelhaft, die Mammamia steht immer persönlich hinterm Herd und im Gastraum bestellt man immer vier Gänge. Mindestens.

Wir haben also gleich bei unserem ersten Restaurant-Besuch brav vier Gänge bestellt. Einen großen toskanischen Schinken-Teller und Pecorino-Soufflé dann Trüffel-Ravioli und Pasta mit Wildschwein-Ragout (langsam war man schon pappsatt) dann folgten regionales, rosa gebratenes Rind und zum Abschluss Pistazieneis und Espresso.

Tatsächlich waren wir dann im ganzen Lokal die einzigen, die wiklich alle Gänge bestellten. Dass Italiener immer ein großes Menü bestellen, ist nämlich genauso wahr, wie dass man in Berlin immer nur Buletten und Mischgemüse isst.

Überhaupt schmeckt es in Italien gewiss nicht überall. In touristischen Gegenden ist das Essen oft herzlos und fad. Man muss suchen, bis man einen hochwertigen und am besten wirklich familiengeführten Betrieb gefunden hat, der mehr als Nudeln mit Ragout und Pizza Napoli serviert.

Aber einmal an solch einem Ort angekommen, kann die Völlerei beginnen. Ich empfehle gebratene Leber auf Crostini und Melanzane, dann Picci, das sind meist hausgemachte dicke Spaghetti, die in den guten Lokalen mit frischen Steinpilzen serviert werden, danach ein Bistecca alla fiorentina (T-Bone Steak vom Grill) und am Ende Gelato mit Salbei und Olivenöl. Café ist ohnehin obligatorisch. Wenn man ganz viel Glück hat, wird man vom Hausherr der Trattoria Vallerana sogar zum privaten Nudelkochkurs eingeladen und darf bei der Tagesproduktion mithelfen. Aber das wird ein ganz eigener Blog-Eintrag…

 

Obwohl fast an jedem Hügel dicke Trauben-Reben stehen, spielt der Wein eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Selten wurde uns im Lokal ein spezieller Wein empfohlen. Ein günstiger Hauswein (meist nur zwei oder drei Euro pro 1/4 Liter) hingegen ist Standard. Aber da wir eh meist mit dem Auto unterwegs waren, hat ein Quarto Chianti auch völlig ausgereicht.

Ein großes Highlight für mich waren die vielen wilden Früchte. Überall wachsen Feigen, Pfirsiche und Brombeeren zum Selbstbedienen. Und wenn niemand hinsieht, darf man sich auch eine angeditschte Wassermelone vom Feld nehmen…

 

Das Baden

Was ich vorher nicht wusste und wovon mir auch niemand berichtet hatte: Die Toskana hat die schönsten, wärmsten und stinkigsten Thermalquellen meiner Welt. Aus den Bergen bei Bagno Vignoni sprudelt 40 Grad warmes Schwefelwasser, man sitzt in dampfenden Schlammbecken, unter lauen Wasserfällen oder zwischen weißen, heißen Felsen. Insgesamt war das neben Trüffelpasta und Slowfood-Schinken das absolute Highlight der Reise!

 

Wer zum Strand-Urlaub in die Toskana fährt, muss Geduld oder Toleranz mitbringen. Geduld wenn man einsame, ruhige Sandstrände finden möchte, Toleranz wenn man zwischen Menschen und auf Steinen liegen will. Auf der Insel Giglio zum Beispiel gibt es von oben malerische anmutende Buchten wie die Cala Piccola, die sich unten angekommen als mit bunten Handtüchern bedeckt und supersteinig heraus stellen. Im klaren Wasser zu Baden oder Schnorcheln fetzt trotzdem!

Das Übernachten

Überall in der Toskana gibt es Agritoursmi. Das sind kleinere oder größere Bauernhöfe, die putzige Zimmer zum übernachten anbieten. Vor dem Urlaub habe ich das Internet stundenlang nach dem schönsten Hof mit den nettesten Gastgebern durchsucht. Im Nachhinein bin ich sicher, die sind alle schön.

Ich habe selten so viel Gastfreudschaft erfahren, wie auf den Höfen in denen wir einkehrten. Obwohl man sich nur mit Händen und Füßen verständigen kann, denn natürlich spricht dort niemand Englisch oder gar Deutsch, wird man liebevoll umsorgt. Beim Aussteigen aus dem Auto wird man vom Haushund Schwanz wedelnd gegrüßt,  zur Ankunft bekommt man Wein und Weintrauben vom eigenen Hang, Abends kocht die Mama des Besitzers, der wiederum noch eine extra Portion Trüffel über die Nudeln hobelt, alternativ werden Insider Restaurant-Tipps für die Umgebung verraten.

Ich werde ganz bestimmt zurück kommen in die Toskana. Dann will ich die tausenden Sonnenblumen strahlen sehen, denn die waren alle leider schon verblüht…

 

Das begehbare Kochbuch – Summer Edition!

Unser erstes begehbares Kochbuch im Winter 2014 war wundervoll. Jetzt kommt die Pop-Up Summer Edition!

Vom 1. bis 9. August zieht das begehbare Kochbuch für sieben Termine ins “La Raclette” von Peer Kusmagk in Kreuzberg.

Wir kochen wieder nachkochbare Gerichte aus meinem Kochbuch, aber diesmal wird das Menü frischer, leichter, einfach sommerlich. Alle die bereits da waren, können sich auf komplett neue Geschmackserlebnisse freuen!

Für alle, die gar nicht wissen, was ein „begehbares Kochbuch“ eigentlich ist: Ich eröffne ein kurzzeitiges Restaurant. Dort möchte ich meinen Gästen zeigen, wie die Gerichte aus meinen Buch eigentlich schmecken und dass sie auf den Fotos nicht nur gut aussehen, sondern auch richtig lecker sind! Das Gute daran: Ihr könnt mein Kochbuch „Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then“ nach dem Dinner gleich mit nach Hause nehmen – natürlich inklusive einer persönlicher Widmung. Hier könnt Ihr schon einmal einen Blick in mein Buch werfen.

Und hier findet Ihr einen Artikel über unser letztes Pop-Up-Lokal zum nachlesen.

In dem hübschen Restaurant in der Lausitzer Straße 34 in Berlin gibt es 25 exklusive Plätze. Die Termine sind: 1.,2.,5.,6.,7.,8. und 9. August ab 18 Uhr.

Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Gäste seid. Unter fabelhaft@begehbareskochbuch.de könnt Ihr jetzt schon einen Tisch reservieren.

Mehr Infos auf www.begehbareskochbuch.de

 

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Mini-Gugelhupfe mit Schokolade, Erdnussbutter und Erdbeeren… #nohate

Was tut Euch gut, wenn Ihr traurig oder bedrückt seid? Mich beruhigt es, zu kochen, zu backen und natürlich zu essen. Am besten etwas Süßes. Zum Beispiel kleine Mini-Gugelhupfe. Mit diesen kleinen Küchlein kann man nicht nur sich selbst, sondern auch den Freund, die Freundin, den Nachbarn, die Oma und sogar den Chef glücklich machen!

Mein neues zuckersüßes Rezept hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Zusammen mit meinem guten Freund Flo von CuBirds habe ich die Mini-Gugelhupfe für die Youtube-Kampagne #nohate gegen Cybermobbing gebacken. Im Video tauschen wir nicht nur Backtipps, sondern auch ernste Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema aus.

Schaut doch mal rein und vor allem backt, was das Zeug hält. Und nicht nur wenn Ihr traurig seid, sondern auch wenn die Sonne scheint, Ihr verliebt, glücklich und zufrieden seid…

Viel Spaß wünscht Euch,

Eure Felicitas

Mini-Gugelhupfe mit Schokolade und Erdnussbutter-Füllung

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 120 g Butter
  • 2 Eier
  • 4 EL Zucker
  • 1 EL Kakao-Pulver
  • 3 gehäufte EL Mehl
  • 1/3 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Erdnussbutter
  • 4 Erdbeeren

Die Schokolade zusammen mit der Butter in einer Schüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen lassen. In der Zwischenzeit die Eier mit dem Zucker mit einem Schneebesen oder Handmixer cremig rühren. Anschließend die etwas abgekühlte Schokomischung zu den Eiern geben. Das Mehl und das Kakao-Pulver in den Teig sieben, vorsichtig vermingen und alles mit einer Prise Salz und Zimt würzen. Den Teig in einen Gefrierbeutel geben, eine kleine Ecke abschneiden, damit man ihn nun als Spitzbeutel verwenden kann. Den leicht flüssigen Teig damit in die Förmchen füllen (nur zwei Drittel voll) und bei 180 Grad 10-12 Minuten backen.

Die Mini-Gugelhupfe kurz abkühlen lassen und dann aus der Form stürzen. Wenn noch Teig übrig ist, den Rest noch in die Förmchen füllen und nochmals backen.

Nun die Erdnussbutter in einen zweiten Gefrierbeutel geben, wieder eine kleine Ecke abschneiden und in die Öffnung der Gugelhupfe spritzen.

Die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und je ein Erdbeerstück in die Erdnussbutter stecken.

Vielen Dank an VILA für das wunderschöne Blumenkleid!