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Wertewochen Lebensmittel 2015 – Essen gemeinsam kennen lernen!

„Tomaten!“ rufen und Bao, Nikki und Kenan gleichzeitig auf die Frage, was denn eigentlich der Hauptbestandteil von Ketchup sei. Als sie dann in eifriger Gruppenarbeit zu dritt in nur zehn Minuten einen fruchtigen, gesunden Ketchup selbst zusammengerührt haben, staunen die Kids ungläubig. Aber die Verwunderung verwandelt sich schnell in Stolz. Mit dem Topf unterm Arm laufen die Jungs von Klassenkamerad zu Klassenkamerad und jeder muss die frisch gemachte Soße loben. Ich stehe daneben und grinse glücklich. Weiterlesen

Vom wilden Campen und Muscheln sammeln in Belgien.

Miesmuscheln waschen

Sandige Füße, Muscheln sammeln und wildes Kampieren am Strand: Oh, wie schön ist Belgien.

Zu nächst einmal möchte ich Jill und Timo danken, denn ohne ihre Hochzeit wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, meinen Sommerurlaub in Belgien zu verbringen. Wie dumm von mir! Denn was mit einer phänomenalen Party, hübschen Kleidern und eisgekühltem Cava in Antwerpen begann, endete mit fünf wunderschönen Tagen und Nächten am Strand der belgischen Küste…

Habt Ihr das Zelt schon einmal mitten in den Dünen aufgeschlagen? Genau dort, wo man von niemandem gesehen wird, man aber morgens als erstes das Meer sehen kann?!

Zelt in den Dünen

An der belgischen Küste gibt es sie tatsächlich noch: die menschenleeren Strände mit uneinsehbaren Sanddünen. Wenn man sucht, hier und dort etwas klettert und kraxelt, findet man ihn ganz bestimmt – den perfekten Schlafplatz mit Meerblick und pinkfarbenem Sonnenuntergang.

Zufällig ist das Zelt dann in den ersten Tagen auch noch in einem riesigen Beet von wildem Rucola gelandet. Zufällig passt der dann auch noch perfekt zu selbst gesammelten Miesmuscheln. Noch vor dem Frühstück habe ich beim Strandspaziergang die angeschwemmten, noch geschlossenen Schalentiere aufgelesen. Meine Oma hatte mir schon als Kind beigebracht, den Dreck und angewachsene Seepocken mit einer Austernschale abzuschaben. Dann muss man die Muscheln nur noch gut waschen – erst im Meer und dann unter frischem Wasser.

Miesmuscheln

Miesmuscheln waschen

Zubereitet habe ich sie dann auf dem Gaskocher. Der darf schließlich überall mit hin. Auch mit nach Belgien. Etwas Olivenöl, Knoblauch, Kirschtomaten und eben wilden Rucola, der so schön scharf und würzig ist. Mehr braucht es nicht für ein strandiges Muschelgericht. In den Lokalen an der Promenade kostet eine Portion übrigens zwischen 19 und 25 Euro… Zum Abendbrot bin ich dann lieber gleich noch einmal auf die Suche gegangen.

Miesmuscheln mit Tomaten

An den anderen Tagen gab es in meiner Strandküche Dorade oder Seezunge, viel gebratenes Gemüse, mal ein Rührei und tagsüber frische Kirschen. Essen in einem Restaurant war ich nicht, dafür bin ich stundenlang barfuß im Sonnenuntergang gewandert, habe Schlafplätze gesucht und das Zelt von Tag zu Tag routinierter aufgebaut.

Nach diesen Tagen bin ich mir sicher: Zum glücklich sein braucht man nicht viel. Vor allem keine sauberen Füße.

Kochen am Strand

Rührei mit wilden Rucola

Dinner am Strand

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Tomatensalat: Abend(b)rot auf dem Balkon.

Tomaten-Salat

Hm, so richtig ist der Sommer ja noch nicht bei uns angekommen. Zumindest nicht in Hannover. Aber ich habe ihn kulinarisch nun schon einmal auf meinen Balkon geholt. Dort ist nämlich jeden Tag ab 17 Uhr feinste Sonne. Erst in gelb, dann in orange, dann in rot…

Ha! Und genau diese Farben sind auch in meinem Tomatensalat gleich in mehreren Nuancen vorhanden.

Hier das Rezept für den schnellsten und vielleicht aromatischsten Tomatensalat unter der Niedersächsischen Abendsonne!

Tomaten-Salat

Zutaten für vier Personen

  • 800 g verschiedene Tomaten (Datteltomaten, gelbe Tomaten, orangefarbene Tomaten, Strauchtomaten…)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • 80 g Parmesan am Stück
  • 4 EL Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 bis 3 EL dunkler Balsamico
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Hand voll frische Basilikumblätter
  • 1 bis 2 EL Schwarzkümmel

Tomaten in Scheiben schneiden. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch fein hacken und zusammen mit etwas Salz mit dem Messer zerdrücken oder durch eine Knoblauchzehe drücken. Den Parmesan auf einer groben Reibe reiben.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit dem Olivenöl, Salz, Pfeffer, Balsamico und Zucker zu einem Dressing verrühren. Die Tomaten unterheben, die Basilikumbbätter groß zerpflücken und ebenfalls unterheben. Zum Schluss noch den Parmesan und den Schwarzkümmel unter den Salat mischen, nochmals abschmecken und dann in der Abendsonne mit frischem Baguette schnabulieren (mir ist tatsächlich gerade kein besseres Wort eingefallen. Vorschläge nehme ich gerne per Mail entgehen. 🙂 ).

Tomaten-Salat

 

 

 

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Noch 15 Tage… dann ist die Spargelzeit schon wieder vorbei. Leider.

Spargel mit Parmaschinken

 

Im Schnitt verspeist jeder Deutsche 1,5 Kilo des weißen Gemüses im Jahr. Habt Ihr Euer Pensum 2014 schon ausgeschöpft? Nein? Dann in dieser Woche schnell noch ein paar Stangen beim Händler Eures Vertrauens kaufen und die letzten Tage ausnutzen. Schließlich dauert es dann wieder fast ein Jahr, bis man das edle Gemüse aus Deutschland kaufen kann.

Aber immer nur Spargel mit Schnitzel….?? Schnarch.

Für alle, die in den letzten Wochen oft genug die Klassiker-Kombi gegessen haben, habe ich noch eine neue und supersimple Zubereitungsart. Nämlich gratinierten Spargel mit Parmaschinken.

Den Spargel dafür habe ich beim Spargelhof in Klaistow übrigens quasi selbst gestochen und anschließend mit einer Profi-Schälerin um die Wette geschält. Ich war gar nicht mal sooo schlecht, aber die 20 bis 30 Kilo in der Stunde, die meine Konkurrenz Alicia im Schnitt schafft, konnte ich natürlich nicht erreichen… Falls Ihr Lust habt, es Euch anzusehen, die Bilder dazu gibt es im Video. Das Rezept natürlich auch.

Ach ja, und weil der Spargelhof Klaistow so ein richtiger Erlebnishof ist, durfte ich nach den Dreharbeiten noch auf die größte Hüpfburg, die ich je gesehen hab. Oh man, hat das FUN gemacht. (Auch wenn ich dort feststellen musste, dass meine Qualitäten doch eher in der Küche als auf der Hüpfburg liegen…)

Gratinierter Spargel mit Parmaschinken

 

 

Zutaten für 2 Personen
  • 10 Stangen weißer Spargel, bissfest gegart
  • 15 Scheiben Parmaschinken
  • 60 g Parmesan am Stück
  • 8 Kirschtomaten
  • 5 EL Sahne
  • 1/2 Bio Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 gehäufter EL Semmelbrösel
  • 20 Schnittlauchhalme
Den Backofen auf 220 Grad Oberhitze vorheizen. Je zwei Spargelstangen mit ein bis zwei Scheiben Parmaschinken umwickeln. Die Spargel-Päckchen nebeneinander in eine Auflaufform legen.
Den Parmesan auf einer feinen Reibe reiben. Die Kirschtomaten vierteln und über sowie zwischen den Spargelstangen verteilen.
Die Sahne in einer kleinen Schüssel mit dem Saft und dem Abrieb der Zitrone sowie Salz und Pfeffer vermischen und über den Spargen schütten.
Nun noch den frisch geriebenen Parmesan und die Brösel darüber streuen uns alles im heißen Backofen ca. 10 bis 15 Minuten überbacken, bis der Käse schön braun ist.
Während der Spargel im Ofen ist, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und kurz vor dem Servieren über den gratinierten Spargel geben.
Berlin-kocht-Dreh-Spargelhof-klaistow

Berlin Kocht Dreh auf dem Spargelhof Klaistow

Hüpfhüpf

hüpf hüpf..